Kirche fordert Pussy Riot zu Buße auf

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Im Fall der Punkband Pussy Riot hat die russisch-orthodoxe Kirche die drei inhaftierten Kritikerinnen von Kremlchef Wladimir Putin zur Buße aufgefordert.

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Diese Einsicht werde dann hoffentlich auch das Urteil des Gerichts beeinflussen, teilte Wladimir Legoida vom Moskauer Patriarchat am Sonntag mit.

Entscheidung über Berufung fällt

Das Moskauer Stadtgericht entscheidet an diesem Montag über die Berufung der jungen Künstlerinnen gegen die Strafe von je zwei Jahren Straflager wegen Rowdytums aus religiösem Hass. "Einmal mehr betonen wir, dass solche Aktionen, die Gefühle der Gläubigen beleidigen, verurteilt werden müssen und nicht ungestraft bleiben dürfen", hieß es nach Angaben der Agentur Interfax in der Stellungnahme. "Diese Position wird auch von der breiten Mehrheit unserer Mitbürger getragen."

Mit Punkgebet gegen Putin protestiert

Nadeshda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) - beide Mütter kleiner Kinder - und Jekaterina Samuzewitsch (30) hatten am 21. Februar im Heiligtum der orthodoxen Kirche in Moskau mit einem Punkgebet gegen eine Rückkehr von Wladimir Putin in den Kreml protestiert. Mehrere Mitglieder von Pussy Riot sind auf der Flucht.

Die kremlnahe Jugendorganisation Naschi (Die Unsrigen) übergab der Polizei die Namen von sechs Frauen, die ebenfalls an der umstrittenen Aktion in der Erlöserkathedrale teilgenommen haben oder dazu interviewt werden sollen. Naschi-Mitglied Konstantin Goloskokow hatte für Hinweise auf die Identität der Aktivistinnen eine Prämie von 50.000 Rubel (1250 Euro) ausgesetzt.

Bis zu drei Jahre Haft für Gotteslästerer

Wegen der schrillen Aktion soll in der Staatsduma demnächst ein Gesetz verabschiedet werden, das die Verletzung religiöser Gefühle als Verbrechen bestraft. Vorgesehen sind Haftstrafen bis zu drei Jahre für Gotteslästerer und bis zu fünf Jahre für die Beschädigung von Heiligtümern vor. (APA)

 

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