Kinderpornoring gesprengt: Wiener bei Razzia tot vor Computer aufgefunden

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Kinderpronoring gesprengt: Durch die Operation "Gondola" konnten 20 Österreicher ausgeforscht werden. Kinderpronoring gesprengt: Durch die Operation "Gondola" konnten 20 Österreicher ausgeforscht werden. - © APA
20 Konsumenten aus Österreich wurden bei der Operation "Gondola" ausgeforscht. Ein Klagenfurter war sogar Kinderpronografie-Produzent und missbrauchte die Nachbarskinder. Ein 63-jähriger Wiener wurde bei einer Razzia in Wien-Landstraße tot vor seinem Computer entdeckt.

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Dem ICE (Department of Homeland Security) gelang es kürzlich, Daten auf einer US-Kinderpornowebseite zu sichern. Dabei tauchten die IP-Adressen von 20 österreichischen Computern auf. Diese Daten wurden an das Bundeskriminalamt in Wien weitergegeben, das die User ausforschte. Insgesamt wurden in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern bei der Razzia mehrere zehntausend kinderpornografische Dateien sichergestellt. Die Verdächtigen sind ausnahmslos Männer und zwischen 20 und 64 Jahre alt.

Wiener tot vor Computer aufgefunden

Ein 63-jähriger Wiener  wurde bei der Razzia im Bezirk Landstraße tot vor seinem Computer entdeckt. Beim Betrachten der Scheußlichkeiten, die noch immer auf dem Bildschirm zu sehen waren, hatte der Akademiker einen Herzinfarkt erlitten, bestätigte Mario Hejl, Sprecher des Bundeskriminalamts, den "Kurier"-Artikel. Wann der Mann gestorben war, konnte er ebenso wenig sagen, wie den Zeitpunkt der Hausdurchsuchungen. Besonders erschreckend: Ein Klagenfurter war selbst Produzent. Es fand sich Bild- und Videomaterial, das belegt, dass sich der 38-Jährige an Nachbarskindern vergangen hat.

Kinderpornoringe gesprengt

Insgesamt wurden bei der Aktion in Österreich 1.600 Computer, sowie Speichermedien sichergestellt. Ebenfalls ungewöhnlich verlief die Hausdurchsuchung bei einem 38-jährigen Grazer: Bei dem Langzeitstudenten wurden nicht nur 600 eindeutige Dateien sichergestellt, sondern auch Sprengmittel, gefährliche Chemikalien sowie eine größere Anzahl Schusswaffen und Kriegsmaterial. Bei der Aktion waren der Entschärfungsdienst sowie ein Sprengstoffhund im Einsatz. Ein anderer Grazer hatte neben dem Depot seiner Kinderpornos eine Hanfplantage angelegt.

Operation "Gondola" läuft weltweit

Begonnen hatte "Gondola" mit einer weltweiten Internet-Ermittlung des Departments of Homeland Security (ICE) in Amerika. Dieses gehört zum US-Heimatschutzministeriums und ist für grenzüberschreitende Kriminalität zuständig, wozu auch die Verbreitung von Kinderpornos im Web gehört.

Die Operation hatte schon zuvor gute Fahndungserfolge erbracht: In Alexandria (US-Staat Virginia) wurde ein Sprachlehrer ausgeforscht, dem die Produktion von Kinderpornos mit Mädchen nachgewiesen wurde. Dafür wurde der Mann bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt. Eine weitere mutmaßliche Produzentin wurde enttarnt, nach ihr wird laut "Kurier" weltweit gefahndet. Die australische Polizei verhaftete einen 44-Jährigen, der 50.000 abartige Bilder ins Netz gestellt hatte. Auch in Italien konnte mit Hilfe der ICE eine Kinderporno-Seite vom Netz genommen werden. "Gondola" brachte bisher 32 Personen hinter Gitter, 22 Anklagen wurden erhoben, und gegen zahlreiche weitere Verdächtige wird ermittelt.

(APA/Red)

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