26. April 2010 09:27; Akt.: 26.04.2010 09:27

Keine systematische Wahltagsbeobachtung der OSZE

Beim ersten Treffen der OSZE-Wahlbeobachter im Innenministerium Beim ersten Treffen der OSZE-Wahlbeobachter im Innenministerium - © APA
Das Team der OSZE-Wahlbeobachter war am Sonntag auch in Wahllokalen für die Bundespräsidentenwahl unterwegs.

Die Experten hätten sich dabei zwar einen Eindruck verschafft, es habe sich dabei allerdings um “keine systematische Wahltagsbeobachtung” gehandelt. Deshalb nehme man am Tag nach der Wahl auch nicht zu inhaltlichen Fragen Stellung, sagte OSZE-Sprecher Jens Eschenbaecher am Montag gegenüber der APA.

Den OSZE-Vertretern sei es um “strukturelle Beobachtungen” gegangen. Man habe sich verschiedene Aspekte des Wahlsystems angesehen. Dabei hätten etwa Fragen der Wahlkampf-Finanzierung und das Wahlkarten-System eine Rolle gespielt. Für eine Gewichtung sei es vorerst aber noch zu früh, meinte Eschenbaecher. Die Regelung der Parteienfinanzierung war von Experten wiederholt als intransparent kritisiert worden und Eschenbaecher selbst hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die OSZE eine Empfehlung zu diesem Thema ausarbeiten werde. In Deutschland, hatten die OSZE-Beobachter im Vorjahr kritisiert, dass Parteien ihre Großspender nicht sofort offenlegen müssen, in Österreich müssen die Parteien die Identität ihrer Spender überhaupt nicht preisgeben. Mit dem österreichischen Wahlkartensystem ist es theoretisch möglich, auch nach Veröffentlichung des vorläufigen Ergebnisses seine Stimme noch abzugeben.

Die elf Wahlbeobachter der OSZE hatten ihre Mission in Österreich am 12 April begonnen, am Mittwoch werden sie ihre Arbeit hier beenden. Sie haben zahlreiche Gespräche geführt. Ihre Gesprächsparten waren die Kandidaten, Vertreter der politischen Parteien und der Wahlbehörden sowie Medien-Vertreter und “Vertreter der Zivilgesellschaft”. Ihren Bericht will die OSZE in etwa zwei Monaten vorlegen.


Artikel weiterempfehlen

Ihre Meinung
Was meinen Sie?
Kommentare filtern  | 
KOMMENTARE FILTERN Optionen ausblenden  X


Please enter a title and content
 


Mehr auf VOL.at
Vassilakou: "Fantasie keine Grenzen gesetzt"
Die grüne Klubobfrau Maria Vassilakou hat sich infolge der Bekanntgabe von Bürgermeister Michael Häupl (S), mit den [...] mehr »
Einigung bis 3. November angepeilt
Trotz aller Zuversicht hinsichtlich eines positiven Endes der Koalitionsgespräche mit den Grünen unterstrich Häupl am [...] mehr »
Strache warnt vor "fünf Jahren Chaostage"
Die FPÖ ist über die rot-grünen Verhandlungen in Wien entsetzt. mehr »
Marek: "Kann es nur zur Kenntnis nehmen"
Rot-Grün statt Rot-Schwarz: Bürgermeister Michael Häupl (S) hat am Freitag bekanntgegeben, mit den Grünen [...] mehr »
Häupl nimmt Verhandlungen mit Grünen auf
Nun ist es fix: Die Wiener SPÖ wird mit den Grünen in Koalitionsverhandlungen treten. Das hat Bürgermeister Michael [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Psst... Box

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neuen Nutzer registrieren

Anmelden oder Registrieren
um Profile zu verknüpfen

{username} registrieren Sie sich jetzt neu auf VOL, um Ihr Facebook-Profil mit einem neuen Benutzer zu verknüpfen ODER klicken Sie auf Anmelden wenn Sie bereits einen VOL-Benutzer haben.


muss eine gültige E-Mail-Adresse sein


Bitte max. 32 Zeichen verwenden


Mindestens 6 Zeichen





Sie haben bereits einen VOL-Benutzer? Anmelden

Bestehendes VOL-Profil verknüpfen

melden Sie sich mit Ihrem VOL-Benutzer an ODER klicken Sie auf Neu Registrieren .


Passwort vergessen

Sie haben noch keinen VOL-Benutzer? Neuen Benutzer registrieren