Entwarnung bei Alma - © VMH Was schon vermutet wurde, haben nun auch die Nachkontrollen bestätigt: Der vom Käsehersteller Alma nach einem Listerien-Verdachtsfall vorsorglich aus dem Handel genommene Knöpflekäse ist definitiv gesundheitlich unbedenklich. Das teilte das Unternehmen gestern in einer Aussendung mit. Aufgrund einer Probe, die einen geringen Befall mit Listerien aufwies, veranlasste die Firma zusätzlich detaillierte Laboruntersuchungen. Jetzt konnte Entwarnung gegeben werden. Der „Alma Knöpfle- Käse - Reibkäse“ in der 1-Kilo-Packung wird bereits in den nächsten Tagen wieder überall im Handel erhältlich sein, wie das Unternehmen bestätigte.
Abgestimmtes Vorgehen
Zu dem Zwischenfall war es, wie ausführlich berichtet, am vergangenen Donnerstag gekommen. Eine Probe hatte einen Listerienbefall von unter zehn „kolonienbildenden Einheiten“ ergeben. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sprach in ihren Analysen sogar von „nicht quantifizierbar“. Nach diesem einen - unbestätigten - Verdachtsfall auf eben diese mikrobielle Abweichungen hatte Alma das Produkt dennoch vorbeugend aus den Regalen holen lassen. Die 1-Kilo-Packung wird vor allem in Großmärkten vertrieben. Insgesamt betraf es rund 2900 Packungen. Gleichzeitig wurden sofort und in enger Abstimmung mit den zuständigen Landes- und Bundesbehörden genauere Untersuchungen in die Wege geleitet. Schon die ersten noch am Freitag in einem deutschen Labor untersuchten Nachproben erbrachten ausnahmslos Ergebnisse ohne Beanstandungen. Die gestern ausgewerteten neuesten Messdaten ergaben laut Firma ebenfalls bei keiner der untersuchten Proben irgendwelche Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung. „Das bedeutet, dass bei allen bis heute vorliegenden Ergebnissen keine Listerien nachgewiesen werden konnten“, heißt es in der Aussendung weiter.
Nur wenige Nachfragen
Das Unternehmen ging bewusst an die Öffentlichkeit, um „Sicherheit für die Konsumenten“ zu schaffen, wie Pressesprecher Thomas Nussbaumer gegenüber den VN betonte. Denn bei solchen Anlässen gebe es immer eine gewisse Verunsicherung. Zudem wurde eine E-Mail-Adresse für Anfragen eingerichtet. Diese hielten sich laut Nussbaumer jedoch in Grenzen. Mit „einem Dutzend“ quantifiziert er die Zahl jener Konsumenten, die nachfragten. Dabei sei es in erster Linie um Informationen zu anderen Produkten gegangen. „Die Leute wollten einfach sichergehen“, kann Thomas Nussbaumer die Sorge durchaus nachvollziehen.