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Kehrtwende im Kleinwalsertal

Skigebietserweiterung im Kleinwalsertal Skigebietserweiterung im Kleinwalsertal - © VN-Grafik
von Geraldine Reiner - Mittelberg – Die Kleinwalsertaler Gemeindevertretung stimmt für den Bau der Panoramabahn

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Im zweiten Anlauf sprach sich die Gemeindevertretung mit 14:10 Stimmen nun doch für den Bau der Panoramabahn über das Schwarzwassertal aus. Zur Erinnerung: Noch im August des Vorjahres hatten die Gemeinderäte dem umstrittenen Projekt eine Absage erteilt. Erst nach der Inbetriebnahme der geforderten Verbindungsbahn vom Ifen zum Heuberg sowie der Modernisierung der bestehenden Liftanlagen sollte erneut über die Notwendigkeit der talüberspannenden Bahn befunden werden. Für die Kleinwalsertaler Bergbahn AG (KBB) war dies jedoch keine Option – für sie war die Skigebietserweiterung nur mit der Panoramabahn finanzierbar.

Alternativen geprüft

„Die KBB hat im Laufe des vergangenen Jahres gemeinsam mit Fraktionen, Gemeindevertretern und Bürgern aktiv an Verbesserungen gearbeitet und Alternativen geprüft“, begründet Bürgermeister Andi Haid den Beschluss. Das knapp 40 Millionen teure Gesamtkonzept sei sowohl im Winter als auch im Sommer ein Gewinn für das Kleinwalsertal und ein klares Signal für die Zukunft. Neben dem Ja zur Panoramabahn habe die Gemeinde am Montagabend aber auch verschiedene Maßnahmen und Auflagen beschlossen – wie die nochmalige Prüfung von alternativen Standorten, die Reduzierung der Winterparkplätze und die Ausführung der Ifenbahn als konventionelle Bahn mit paralleler Seilführung. Gleichzeitig soll die Verbindungsbahn vom Heuberg zum Ifen bereits im ersten Bauabschnitt durch die KBB umgesetzt und betrieben werden.

Betreiber sind erleichtert

„Erleichtert“ über das Votum zeigen sich erwartungsgemäß die Betreiber. „Wir fühlen uns nicht als Sieger, weil es auch keine Verlierer gibt. Es ging um eine zukunftsweisende Grundsatzentscheidung nicht nur für die Bergbahnen, sondern für den gesamten Tourismus im Tal“, sagt KBB-Vorstand Augustin Kröll. Das Unternehmen werde nun an den Anträgen für eine Genehmigung bei den Behörden arbeiten. Auch die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes wolle man sehr ernst nehmen. Wie berichtet sorgt die Skigebietserweiterung seit Langem für Zündstoff im Tal. In der Bevölkerung hat sich breiter Widerstand gegen den Bau der Panoramabahn formiert.

1050 Unterschriften gegen den Bau

„42 Prozent sehen es kritisch“ Negative Stimmen kamen unter anderem auch aus dem Landschaftsschutz Kleinwalsertal. Für Karl Keßler, stellvertretender Obmann, ist das Abstimmungsergebnis dennoch ein erfreuliches: „Es ist ein klares Signal, dass ein erheblicher Teil der Gemeindevertretung – nämlich 42 Prozent – das Projekt sehr kritisch sieht.“ Ebenso wie die Bevölkerung. Die Bürgerinitiative „Aktion für den Ifen“ hat – die VN berichteten – mit Unterstützung des Landschaftsschutzes 1050 Unterschriften gegen den Bau der Panoramabahn und die Verbauung des Alpbords gesammelt. „Das Ziel ist es, mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten zu erreichen“, gibt sich Keßler kampfbereit. „Kritisch“ bewertet auch Naturschutzanwältin Katharina Lins das Vorhaben. Die Bahn quer über das Schwarzwassertal sei nicht nur eine optische Störung. Das Karstgebiet Gottesackerplateau sei zudem äußerst empfindlich. „Auf bayrischer Seite ist es bereits Natura-2000-Gebiet. Wir sind schon seit über zehn Jahren dabei, dass es auch auf Vorarlberger Seite als solches ausgewiesen wird. Das hat das Land bislang aber nicht gewollt“, kritisiert Lins.

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