Karriereweg einmal anders

Von VN/Tobias Hämmerle
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Tina Weirather lauscht seit vielen Jahren den Anweisungen des Ranklers Pascal Hasler. Die 600 Punkte in der Comeback-Saison Weirathers zeigen ein äußerst erfolgreiches Gespann. Tina Weirather lauscht seit vielen Jahren den Anweisungen des Ranklers Pascal Hasler. Die 600 Punkte in der Comeback-Saison Weirathers zeigen ein äußerst erfolgreiches Gespann. - © VB
Tosters -Der Rankler Pascal Hasler trainiert Tina Weirather, die heurige Weltcup-Überraschung.

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Pascal Hasler (40) hat viel Erfahrung gesammelt in seiner Trainer-Laufbahn, ist im Leben viel herumgekommen. Auf die Welt kam der Rankler in Kinshasa. Bis er fünf Jahre alt war und der Bürgerkrieg in der Republik Kongo ausbrach, war Hasler auf dem Schwarzen Kontinent zu Hause. Den Einstieg ins Trainer-Business fand Hasler in Australien. Während acht Saisonen war er erst als Skilehrer in „Down Under“ tätig, ehe er immer mehr ins Trainerwesen einstieg und schließlich die Schüler-National-Mannschaft Australiens trainierte. Seine Erfahrung für den Speedbereich sammelte der 40-Jährige dann beim Deutschen Skiverband als Kotrainer
der Herren-Weltcup-Gruppe. „Ich bin froh, dass ich so viel Erfahrung in verschiedenen Verbänden, Teams und Ländern sammeln durfte. Das ist es auch, was mich ausmacht“, sagt Hasler rückblickend.
Diese Erfahrung gibt er heute an die Weltcup-Senkrechtstarterin Tina Weirather weiter. Die Tochter der ehemaligen Ski-Weltcup-Größen Harti Weirather und Hanni Wenzel hat nach vier Kreuzbandrissen den Weg an die Weltspitze geschafft, fuhr im heurigen Winter zu reihenweise Podestplätzen in Super-G und Abfahrt, schaufelte so fast 600 Weltcup-Punkte auf ihr Konto.

Weiter an der Seite Weirathers

Der Rankler trägt einen großen Teil zu ihrem Erfolg bei. Es ist seit vielen Jahren an der Seite Weirathers und Chef des Liechtensteinischen Damen-Teams. Dass es heuer so gut für ihn und seinen Schützling laufen würde, wagten die beiden zwar zu träumen, damit rechnen konnten sie jedoch nicht. Das bestätigt auch Hasler: „Insgeheim haben wir beide gehofft auf 500 Weltcup-Punkte zu kommen, dass es nun so gut läuft, ist unglaublich.“ Weshalb auch nicht verwunderlich ist, dass sich der 40-Jährige und der LSV für nächste Saison schon einig sind, die Zusammenarbeit fortzuführen. Natürlich bleibt die gute Arbeit Haslers nicht verborgen. Erste Angebote für die kommende Saison hat der Rankler, der nunmehr in Tosters zu Hause ist, bereits ausgeschlagen. „Das Interessante an der Zusammenarbeit mit Tina ist für mich, dass sie hohe Ansprüche stellt“, erklärt Hasler, warum er weiterhin mit ihr arbeiten will.
Aber natürlich sei es für jeden österreichischen Trainer das Ziel, eines Tages beim ÖSV zu arbeiten. „Sollte ich irgendwann zum ÖSV wechseln, dann muss es eine Führungsposition sein.“ Eine Helferrolle würde ihn nicht interessieren. Denn: Seine Stärken sieht Hasler in der Organisation und am Hang.

Talent, aber trainingsfaul

Hasler war einst selbst ein Ski-Talent. Endstation für ihn war aber schon im Alter von 18 Jahren, als er im C-Kader des ÖSV war. „Talent hätte ich gehabt, habe damals dem Training aber noch nicht die Bedeutung beigemessen, wie ich es heute tue“, formuliert es Hasler. Er bereut dies aber nicht. Mit der Erfahrung sei auch die Erkenntnis gekommen, dass die Kondition eines Athleten von enormer Bedeutung sei. Heute mehr denn je. „Die Kondition ist heutzutage das Wichtigste, vor allem um Verletzungen vorzubeugen. Das Talent eines Skifahrers kann heute noch so groß sein, fehlt die Kondition, wird der Athlet auf dem Weg nach oben immer ausgebremst werden.“

Zur Person

Pascal Hasler
ist Damen-Cheftrainer beim Liechtensteinischen Skiverband, gebürtiger Rankler und in Tosters zu Hause
Geboren: 14. 2. 1972
Ausbildung: Diplom-Skilehrer
Hobbys: Tauchen und die Natur
Familie: verheiratet

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