Kapitalmarkt-Rückkehr von Griechenland möglich

Griechen sehnen sich nach Normalität
Griechen sehnen sich nach Normalität - © APA (AFP/Symbolbild)
Der Chefkoordinator der Eurogruppe, Thomas Wieser, kann sich vorstellen, dass der griechische Staat bald wieder an den Kapitalmarkt zurückkehrt. Er hoffe, dass ab dem Herbst 2017 oder Frühjahr 2018 ausländische Investoren ihr Geld an Griechenland verleihen, sagte Wieser im “Ö1-Morgenjournal”. “Richtiges Verhalten und gute Wirtschaftspolitik vorausgesetzt, sollte es zumindest möglich sein.”

Am Anfang werde Griechenland am Kapitalmarkt “mit Sicherheit” einen gewissen Risikoaufschlag” zahlen und geringere Laufzeiten akzeptieren müssen. “Ich bin da voller Zuversicht”, sagte der gebürtige Österreicher am Samstag. Wieser ist einer der höchsten EU-Beamten in der Eurozone.

Der Eurozonen-Chefkoordinator erwartet eine Diskussion zu den Griechenland-Schulden erst Mitte 2018. Die griechische Regierung verlangt aber von den Gläubigern schon seit langem Schuldenerleichterungen. “Es gibt durchaus eine politische Bereitschaft dann am Ende des Programmes sich die Rahmenbedingungen anzusehen”, sagte Wieser im ORF-Radio. Wenn nötig, könne man die vereinbarten Schuldenerleichterungen dann umsetzen. Das aktuelle Hilfsprogramm endet im August 2018. Spätestens dann soll sich Griechenland wieder selbst Geld an den Finanzmärkten verschaffen können.

Die Euro-Finanzminister hatten am Donnerstagabend den Weg für weitere Kredite und eine prinzipielle Mitwirkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) freigemacht. Die Eurogruppe einigte sich in Luxemburg darauf, dass die Regierung in Athen zusätzlich 8,5 Mrd. Euro aus dem bis zu 86 Mrd. schweren Hilfsprogramm erhalten soll.

(APA)

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