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Kärntner Bankangestellter stahl 300.000 Euro

Wegen schweren Diebstahls und Vortäuschung einer strafbaren Handlung ist am Montag ein 39 Jahre alter ehemaliger Bankangestellter von einem Schöffensenat am Landesgericht Klagenfurt zu 24 Monaten Haft, davon 16 Monaten bedingt, verurteilt worden.

Er hatte der Hypo Alpe-Adria-Bank 300.000 Euro aus dem Tresor gestohlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Falsche Anzeige erstattet

Der Kärntner hat im Jahr 2010 rund 300.000 Euro in bar und ein Signalpaket in der Höhe von 3.000 Euro aus dem Tresor genommen. Anschließend erstattete er bei der Polizei Anzeige und gab an, erpresst worden zu sein. Die Erpresser hätten gedroht, seine Familie zu ermorden, sagte er damals. Bei der Einvernahme verstrickte er sich jedoch in Widersprüche und gab dann zu, das Geld wegen finanzieller Probleme genommen zu haben.

Geldnot durch künstliche Befruchtung

Der Angeklagte bekannte sich schuldig. Das Eigenheim sei teurer geworden als geplant, zusätzliche Kosten habe man durch Versuche künstlicher Befruchtung in einer Kinderwunschklinik gehabt, erklärte der Mann vor Gericht. Durch den “enormen Verkaufsdruck” sei er stark belastet gewesen und habe um seinen Arbeitsplatz gefürchtet. Der ganze Vorfall tue ihm leid, es sei einfach eine Dummheit gewesen.

Geständnis als Milderungsgrund

Richterin Sabine Roßmann wertete die Unbescholtenheit und das reuige Geständnis des Angeklagten als Milderungsgrund. Darüber hinaus habe er den entstandenen Schaden gut gemacht. Erschwerend waren für die Richterin die Höhe des gestohlenen Betrags und das Zusammentreffen zweier Vergehen. Außerdem habe der Angeklagte seine besondere Stellung als Bankangestellter mit Zugang zu hohen Barmitteln ausgenutzt. Der Angeklagte und die Staatsanwältin gaben keine Erklärung ab.

(APA)

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