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Juli: Extremwetter in Salzburg

Zu Beginn die große Hitze, dann nahezu täglich heftige Unwetter mit Regenrekorden: Der Juli 2012 war zum Teil sehr extrem.

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Salzburg teilt sich in einen relativ trockenen Norden (Flachgau, Tennengau und Loferer Steinberge, Defizit 15 bis 30 Prozent) und einen niederschlagsreichen Süden (Pinzgau bis Lungau, Überschuss 20 bis 140 Prozent).

Höchste Niederschlagsmenge in Mariapfarr

In Mariapfarr (Lungau) fiel seit Bestehen der Wetterstation im Jahr 1990 noch nie so viel Niederschlag (247 mm) in einem Juli. Die Abweichung der Monatsmitteltemperatur zum Mittel 1971-2000 beträgt für Salzburg ein Grad Celsius. Die geringste Abweichung registrierte die ZAMG mit +0,3°C am Salzburger Flughafen und die höchste mit 1,5 Grad in Mariapfarr. Im Vergleich zum klimatologischen Mittel schien die Sonne bundeslandweit um 15 Prozent kürzer.

Regenrekorde in Salzburg, Steiermark und Kärnten

Schon zehn Tage vor Monatsende stand fest, dass in einigen Regionen von Kärnten und der Steiermark neue Juli-Regenrekorde aufgestellt werden. Sogar an Wetterstationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), an denen seit dem 19. Jahrhundert gemessen wird, wie in Mallnitz (Messungen seit 1895) und in Seckau (Messungen seit 1891).

Zum Monatsende wurde die Liste mit Regenrekorden immer länger, auch Orte aus Salzburg, Niederösterreich und dem Burgenland kamen dazu. Alexander Orlik, Klimatologe an der ZAMG: „Im Süden und Osten Österreichs hat es flächendeckend zwei bis drei Mal so viel geregnet wie im langjährigen Mittel. Die rund 200 mm Regen in Eisenstadt zum Beispiel kommen statistisch gesehen nur einmal in 100 Jahren vor. 90 Kilometer weiter im Norden liegt übrigens der trockenste Ort in diesem Juli: Hohenau an der March mit nur 47 mm Regen im gesamten Monat.“

Viele Gewitter und Extremhitze

Auffallend waren die vielen Gewitter mit starkem Regen. In Deutschlandsberg zum Beispiel regnet es am 11. Juli in nur zwei Stunden 68 mm. Das ist die Hälfte der sonst für den gesamten Monat normalen Menge. Insgesamt wurde in diesem Juli an 41 der 266 Wetterstationen der ZAMG zumindest einmal eine Tagesregensumme von mehr als 50 mm registriert.

Die extreme Hitze Anfang Juli (Höchstwert 38,3 Grad in Bad Deutsch-Altenburg) war mit ein Grund für die insgesamt überdurchschnittlich warme Monatsbilanz. Wobei die Abweichung vom langjährigen Mittel von West nach Ost steigt. So war es am Bodensee nur um einige Zehntel Grad wärmer als im langjährigen Mittel, im Weinviertel um bis zu 2,4 Grad.

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