Joanne K. Rowling: Ruhm und Reichtum durch Harry Potter

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J.K. Rowling: Erste unter den Bestseller-Autoren die eine Milliarde Dollar verdiente. J.K. Rowling: Erste unter den Bestseller-Autoren die eine Milliarde Dollar verdiente. - © EPA
Von der armen Kirchenmaus zur Multimillionärin: Die britische Autorin Joanne K. Rowling (47) hat eine Bilderbuchkarriere hinter sich.

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Schon als fünfjähriges Mädchen spukten der späteren Erfinderin von "Harry Potter" Fantasiegeschichten im Kopf herum. Mit sechs Jahren schrieb sie ihr erstes Buch über ein Kaninchen und wollte Schriftstellerin werden: "Ich habe das perfekte Naturell für einen Schriftsteller, das heißt ich bin absolut zufrieden, wenn ich allein in meinem Zimmer sitze und mir Dinge ausdenken kann."

Von Sozialhilfe zur ersten Milliarde

Rowling kam am 31. Juli 1965 im südwestenglischen Chipping Sodbury nahe Bristol zur Welt. Sie studierte Französisch und arbeitete unter anderem in London bei Amnesty International als Sekretärin. Als ihre Mutter mit 45 Jahren 1990 an Multipler Sklerose starb, ging Rowling nach Portugal, wo sie als Sprachlehrerin arbeitete. Dort lernte sie ihren ersten Mann kennen, doch die Ehe hielt nicht lang. Rowling zog mit ihrer vier Monate alten Tochter ins schottische Edinburgh, war arbeitslos und lebte von Sozialhilfe.

Die Geschichte ihres Romanhelden Harry Potter erfand die Autorin nach eigener Aussage bereits 1990, als sie auf einen verspäteten Zug von Manchester nach London warten musste. Damals sortierte sie das Geschehen im Kopf vor und kritzelte es in ein Notizbuch. Während der nächsten fünf Jahre feilte sie an den Handlungssträngen der geplanten Bücher weiter und begann mit dem Schreiben des ersten Romans. Als ihr Debüt "Harry Potter und der Stein der Weisen" im Juni 1997 erschien, wurde Rowling schlagartig zur Bestsellerautorin.

Rowling die große Spenderin

Das Buch erschien beim Londoner Verlag Bloomsbury unter dem Namen J.K.Rowling. Das "K" steht für "Kathleen", den Namen ihrer Lieblingsoma. Rowling benutzte die Initialen auf Anraten ihres Verlegers. Er war besorgt, dass ein Frauenname Jungen als Zielgruppe nicht ansprechen könnte. Doch die Geschichten über den Zauberlehrling wurden zum weltweiten Verkaufsschlager und aufwendig verfilmt. Sie machten Rowling zu einer der reichsten Frauen Großbritanniens, die mit ihrem Vermögen zahllose gemeinnützige Projekte zugunsten von Kindern und Frauen unterstützt. Die 47-Jährige lebt mit ihrem zweiten Ehemann und ihren drei Kindern nach wie vor in Edinburgh.

Magischer Erfolg: Harry Potter in Zahlen

Die Saga über den Zauberlehrling Harry Potter hat der britischen Autorin Joanne K. Rowling weltweiten Ruhm und ein Millionenvermögen gebracht. Zahlen und Fakten:- Die Saga füllt sieben Bände: "Harry Potter und der Stein der Weisen" (deutsche Ausgabe 1998), "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" (1999), "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (1999), "Harry Potter und der Feuerkelch" (2000), "Harry Potter und der Orden des Phönix" (2003), "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2005), "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" (2007)

- Harry Potters Abenteuer sind in 73 Sprachen erschienen, die Bücher verkauften sich über 450 Millionen Mal. Von den deutschsprachigen Ausgaben gingen nach Angaben des Carlsen Verlags in Hamburg seit 1998 mehr als 30 Millionen Exemplare über den Ladentisch.

- Der erste Harry-Potter-Film kam 2001, der letzte der insgesamt achtteiligen Filmreihe 2011 in die Kinos. Nach Angaben des Branchendienstes Box Office Mojo spielten sie zusammen über 7,7 Milliarden US-Dollar ein. Damit rangieren sie unter den 50 Filmen, die in den vergangenen Jahren das meiste Geld einbrachten.

- Die britische Post brachte 2007 Briefmarken mit den Titelbildern aller sieben Bücher heraus.

- Joanne K. Rowling wurde 2004 vom US-Magazin "Forbes" auf der Liste der Dollar-Milliardäre geführt. Sie war unter den Schriftstellern die erste, die mit ihrem Werk eine Milliarde US-Dollar verdient hatte. Im Frühjahr 2012 wurde sie wieder gestrichen. Die Gründe für ihr geschrumpftes Vermögen sollen unter anderem hohe Steuern und ihre großzügigen Spenden für wohltätige Zwecke gewesen sein.

(APA)

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