Japan: Führerschein abgeben – Rabatt beim Bestatter

Japanischer Senior beim Befüllen eines Autos.
Japanischer Senior beim Befüllen eines Autos. - © APA/AFP
In Japan müssen Senioren Eignungstests machen, um ihre Fahrerlaubnis zu behalten. Und ältere Fahrer sollen dazu bewegt werden, ihren Führerschein abzugeben. Jetzt bekommen sie dafür sogar Rabatt beim Bestatter.

Eine japanische Firma will Senioren dazu bewegen, freiwillig den Führerschein abzugeben – und zwar mit einem Rabattversprechen. Das Angebot des Bestattungsunternehmen “Heiankaku” in dem Ortsteil Aichi lautet: Bei einem freiwilligen Verzicht auf den Führerschein erhalten betagte Autofahrer einen Rabatt von 15 Prozent auf ihre Beerdigungskosten.

Der Rabatt für die Führerscheinabgabe sei auf Anregung der örtlichen Polizei von Aichi eingeführt worden, sagte Shigenori Ariga, der Sprecher des Bestatters. Teilnehmer – beziehungsweise deren Hinterbliebene – könnten dabei im Sterbefall um die 50.000 Yen (etwa 410 Euro) sparen.

“Wir wollen einen Beitrag leisten, Todesunfälle bei Autounfällen zu verhindern”, sagte Ariga. Die Firma arbeite oft für Hinterbliebene, die Angehörige bei Unfällen verloren haben.

In Japan sind Tests für Senioren nun vorgeschrieben

Der Hintergrund: In der rasch alternden japanischen Gesellschaft wächst das Risiko durch betagte Fahrer. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen darüber. Deutsche Versicherer forderten zuletzt im Januar Fahrtests für Senioren. Der Verkehrsgerichtstag sah von einer solchen Empfehlung hingegen ab.

In Japan dagegen sind die Kontrollen bereits Gesetz: Seit diesem Monat müssen dort Fahrer über 75 Jahren einen Test ihrer kognitiven Fähigkeiten bestehen, um sich den Führerschein erneuern zu lassen. Rund 4,8 Millionen Autofahrer in Japan fallen in diese Alterskategorie.

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