Jährlich 157.000 Tonnen Lebensmittel im Restmüll

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Laut einer aktuellen Studie landen in Österreich jedes Jahr etwa 157.000 Tonnen Lebensmittel sowie Speisereste im Restmüll. "Lebensmittel im Abfall sind ein ethisches, aber auch wirtschaftliches und soziales Problem mit enormen Auswirkungen auf die Umwelt", betonte Landwirtschafsminister Berlakovich am Dienstag anlässlich des Welternährungstages.

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Am häufigsten entsorgt werden Brot und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse, Milchprodukte und Eier liegen an der dritten Stelle. Dies entspreche einer Menge an Lebensmittel (ohne Getränke und Milch), die etwa eine halbe Million Personen in einem Jahr zu Hause konsumieren.

Vom Lebensministerium wurde deshalb die Initiative "Lebensmittel sind kostbar!" ins Leben gerufen. Bis 2014 will man durch gezielte Maßnahmen die Lebensmittelabfälle um zehn Prozent verringern. "Wir möchten informieren, aufklären und sensibilisieren. Denn die Wertschätzung von Lebensmitteln muss verstärkt werden. Was man achtet, wirft man nicht so leicht weg", so Berlakovich.

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat anlässlich des Welternährungstages zur Stärkung der Kleinbauern aufgerufen. Millionen Kleinbauern müssten kämpfen, um sich den Veränderungen von Klima, Märkten und Preisen anzupassen, während die Hilfen für die Landwirtschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten immer weiter reduziert worden seien, erklärte der FAO-Generaldirektor Jose Graziano da Silva am Dienstag in Rom.

Nach der Nahrungsmittelkrise 2007/2008 hätten viele Länder versprochen, ihre Hilfen für die Landwirtschaft wieder aufzustocken, doch seien viele dieser Versprechen unerfüllt geblieben, kritisierte Graziano da Silva. Vielmehr habe infolge der Preissteigerung die Zahl der Unterernährten um 100 Millionen zugenommen. Nach FAO-Angaben liegt die Zahl der Hungernden in der Welt bei 870 Millionen.

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