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Ist heizen mit Öl überhaupt noch leistbar?

Wie teuer ist Heizen wirklich? Wie teuer ist Heizen wirklich? - © BilderBox.com
von Simon Vonbank (VOL.AT) - Schwarzach – Der Ölpreis ist in den letzten Wochen stark gestiegen und liegt in Vorarlberg aktuell bei 1,02 Euro pro Liter. Ein durchschnittlicher Haushalt benötigt zwischen 2.000-3.000 Liter pro Jahr. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob heizen mit Öl überhaupt noch leistbar ist?

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Im Juni musste für ein Liter Heizöl noch 95 Cent bezahlt werden, jetzt schon über einen Euro. Die Preisentwicklung der letzten Jahre zeigt allerdings, dass es ein ständiges auf und ab gibt. Ungewöhnlich ist, dass der Preis gerade jetzt im Sommer steigt. Dies war früher jener Zeitraum, an dem Heizöl verhältnismäßig günstig zu kaufen war. Aus diesem Grund kaufen auch viele ihr Heizöl für den Winter bereits im Sommer. Wie kann man sich aber diese Preissteigerung erklären? „Das hängt von verschiedenen Parametern ab“, erklärt Christian Wachter von der Wirtschaftskammer Vorarlberg gegenüber VOL.AT. Dazu zähle unter anderem der Dollar-Euro-Kurs, die Situation in Syrien und Libyen oder die Steuerlast. Dieter Bischof vom Energieinstitut Vorarlberg ist sich hingegen sicher, dass der Ölpreis auf Spekulationen zurückzuführen ist. Eine Prognose, ob der Preis noch weiter steigen wird, will keiner von beiden stellen. Schaut man die Statistik an, lässt sich jedoch auf längere Sicht eine sukzessive Preissteigerung feststellen. Allerdings muss bedacht werden, dass sämtliche andere Energieträger im Laufe der Jahre auch teurer werden – schon aufgrund der Inflation.

Heizöl weiterhin klare Nummer eins

In Vorarlberg werden die meisten Wohnungen und Häuser mit Heizöl oder Flüssiggas beheizt. Allerdings ist die Zahl rückläufig. Ein Trend zu Solar und Wärmepumpen ist ersichtlich. Die Zahl der Haushalte mit Gasheizung ist weiterhin konstant.

Die Heizsysteme im Vergleich

Ein aktueller Vollkostenvergleich des Instituts für Wärme und Öltechnik zeigt, dass beispielsweise das Heizen mit Pellets deutlich günstiger ist, als mit Öl. Wenn man allerdings die Anschaffungs- und Instandhaltungskosten miteinberechnet und den Wert auf 15 Jahre vergleicht, ist ersichtlich, dass das Heizen mit Pellets sogar teurer ist, als mit Öl. Besser schneiden hier Fern- oder Erdwärme ab, die zudem auch noch umweltschonend sind. Die Anschaffung einer Erdwärmeheizung wird auch vom Land Vorarlberg gefördert, ebenso eine Biomasseheizung. Eine Ölheizung wird vom Land nicht gefördert, allerdings gibt es Förderinitiativen der Mineralölwirtschaft. Welches System nun das richtige ist, hängt stark vom jeweiligen Haus oder der jeweiligen Wohnung ab, sowie der Lage und der Energieeffizienz. Sicher ist nur, dass heizen längerfristig immer teurer wird – egal welches System Verwendung findet. Allerdings lassen sich mitunter mehrere 100 Euro pro Jahr sparen, wenn das richtige System für das jeweilige Objekt verwendet wird.

(SVO)

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