Iran beschuldigt IAEA der Sabotage

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Der Ton im Atomkonflikt zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft wird schärfer. Teheran macht die Atomenergiebehörde nun IAEA indirekt für Sabotage seiner Nuklearanlagen verantwortlich. "Terroristen und Saboteure könnten die Agentur unterwandert haben und versteckt die Fäden ziehen", so der iranische Atomchef Fereydoun Abbasi-Davani vor der IAEA-Vollversammlung in Wien.

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IAEA-Chef Amano warf dem Iran erneut fehlende Kooperation vor. Die Europäische Union will die Fortsetzung der Atomgespräche am Dienstag in Istanbul dazu nutzen, dem Iran "einmal mehr die Bedeutung eines dringlichen und bedeutsamen Schritts zur Vertrauensbildung deutlich zu machen". Vor dem ungewöhnlich scharfen Angriff Teherans auf die UNO-Behörde hatte er erneut mehr Zugang für seine Inspekteure zu iranischen Anlagen gefordert. Er will wie die EU weiter Gespräche führen, um zu einer schnellen diplomatischen Lösung zu gelangen.

Abbasi nannte als Beispiel für seine Anschuldigungen an die IAEA einen bisher unbekannten Bombenanschlag auf die Atomanlage Fordo vom 17. August, bei dem Stromleitungen durchtrennt worden seien. Dies sei ein Weg, um Zentrifugen zur Urananreicherung zu zerstören, so der Atomchef. Am nächsten Tag hätten die Atominspekteure eine unangekündigte Besichtigung der Anlage gefordert. Bei der Atomanlage Natanz habe es dasselbe Vorgehen gegeben.

Die Atomgespräche mit dem Iran sollen am Dienstagabend in Istanbul fortgesetzt werden. Bei dem Treffen der EU-Außenbeauftragten Ashton mit dem iranischen Chefunterhändler Saeed Jalili handele es sich aber "nicht um eine offizielle Verhandlungsrunde", sagte eine Sprecherin. Ashton verhandelt im Namen der fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA) und Deutschlands mit dem Iran.

Der frühere US-Botschafter in Israel und Nahost-Experte Martin Indyk rechnet indes bereits für kommendes Jahr indes mit einem Krieg zwischen den USA und dem Iran. In einem Interview im US-Fernsehen sagte Indyk nach Angaben der israelischen Zeitung "Haaretz": "Ich fürchte, 2013 wird ein Jahr sein, in dem wir eine militärische Konfrontation mit dem Iran haben werden".

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