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Industrie stagniert – Jobabbau im Juni

Österreichs Industrie steht knapp vor dem Wachstumsstillstand. Das lässt sich aus dem Einkaufsmanagerindex der Bank Austria ablesen, einem Indikator zur Konjunkturentwicklung.

Besagter Index ist im Juni den vierten Monat in Folge gesunken, wurde am Donnerstag mitgeteilt. Erstmals seit Februar seien im heimischen Produktionssektor auch Jobs verlorengegangen. Die Bank-Austria-Ökonomen erwarten über den Sommer “bestenfalls” eine stabile Produktionsleistung. “Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen in Europa bleiben die Wachstumsaussichten zumindest bis zum Jahresende gedämpft.” Für das Gesamtjahr gehen die Experten von einem “moderaten Anstieg” der Industrieproduktion von etwa zwei Prozent aus. Eine überdurchschnittliche Entwicklung dürfte hingegen der Maschinenbau abliefern.

Auslandsnachfrage gesunken

Verglichen mit anderen europäischen Ländern steht die heimische Industrie aber immer noch gut da. Die Auftragslage hat sich im Juni sogar etwas verbessert, was allerdings primär der Nachfrage aus dem Inland zu verdanken ist. Die Auslandsnachfrage ist den dritten Monat in Folge gesunken.

Die Preise für gewisse Vormaterialien sinken den Angaben zufolge seit Wochen spürbar. Die Verbilligung der Ölpreise sorgte für den stärksten Rückgang der Einkaufspreise seit drei Jahren. Erstmals seit sechs Monaten kam es auch zu einer Reduktion der Verkaufspreise.

 

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