Seniorenhaus Bahnhofstraße - © Edith Rhomberg
Das neue Seniorenhaus Bahnhofstraße wurde offiziell eröffnet
Dornbirn. Am 29. Oktober fand durch Bürgermeister Wolfgang Rümmele die offizielle Eröffnung des bereits dritten Seniorenhauses, nach jenen in der Thomas-Rhomberg-Straße und in der Birkenwiese, statt. Im Haus Bahnhofstraße 18 stehen 15 geräumige, barrierefreie Kleinwohnungen auf drei Etagen zur Verfügung, zwölf davon sind bis jetzt vermietet. „Bei den 48.000 Einwohnern unserer Stadt könnten durchaus weitere Einrichtungen dieser Art folgen“, räumte das Stadtoberhaupt ein. Er begrüßte alle Anwesenden, darunter Stadträtin Marie-Louise Hinterauer, Günther Platter (Mohi), Heinz Wohlgenannt, neuer Präsident des Dornbirner Krankenpflegevereins und Philipp Graninger (Seniorenresidenz Martinsbrunnen). Von den städtischen Abteilungen Gesundheit und Soziales/Senioren waren Elisabeth Fink-Schneider und Andreas Gunz mit dabei.
Rümmele führte weiter aus, dass es beim Wohnen im Seniorenhaus sicher keine Überbetreuung gebe. Die ambulante Betreuung stelle vielmehr eine Beruhigung, Sicherheit für alle Fälle und einen gewissen Komfort für die Bewohner dar. Pfarrer Josef Schwab ging in seinen Worten auf den verantwortungsvollen Weitblick seitens der Stadt ein, gut geeignete Unterkünfte für ältere Menschen anzubieten. „Zuhören und genau hinhören“ empfahl er den Menschen im Umgang miteinander und spendete allen Anwesenden den Segen.
Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch begleitet von Edi Sammer mit seinem Akkordeon. Feines Essen wurde von den Dornbirner Jungendwerkstätten geliefert, das mit Getränken von Mitarbeiterinnen des Rathauses angeboten wurde.
Gemeinsam statt einsam
Die neuen Wohnungen mitten im belebten Stadtzentrum werden von jenen Senioren bevorzugt, die Abwechslung im Alltag mögen und kurze Wege zum Marktplatz, in die Kirche und zu den Geschäften schätzen. „Die Vorfreude ist die schönste Freude“, tröstete Bürgermeister Rümmele die künftigen Mieter im Haus. Bis zur Fertigstellung der vom Hauseigentümer Ländlebau errichteten Wohnungen im mit großer Sorgfalt sanierten Traditionshaus wird es noch etwas dauern. „Es wird aber bestimmt zu keinen Härtefällen kommen“, versprach Bernhard Ruetz, Geschäftsführer von Ländlebau, Hilfestellung bei Bedarf.
Das gemeinschaftliche Wohnen im Seniorenhaus wird als eine bis ins hohe Alter sehr angenehme Lebensform bezeichnet. Die Menschen wohnen selbständig in den „eigenen vier Wänden“, ohne allein und einsam zu sein. Die Unabhängigkeit des Einzelnen ist garantiert und gleichzeitig ist die gegenseitige Übernahme von nachbarschaftlicher Verantwortung erwünscht. Aufeinander schauen, ohne Einmischung in die Privatsphäre, oder miteinander etwas unternehmen, wenn einem danach ist, lautet die Devise. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss des Seniorenhauses steht für das gesellige Miteinander zur Verfügung. Er kann auch für familiäre Feiern im kleinen Rahmen genutzt werden.
Servicepaket der Stadt
Das Servicepaket der Stadt Dornbirn, das monatlich 70 Euro pro Person kostet, beinhaltet diverse Leistungen, die das Leben der Bewohner des Seniorenhauses erleichtern. Die angebotenen Dienstleistungen gehen von der Reinigung der Allgemeinflächen über Einkäufe und Medikamentenbesorgung bei kurzfristiger Erkrankung, bis zum Organisieren von gemeinsamen Aktivitäten.
Dem möglichst sorglosen Wohnen in der dritten Lebensphase steht somit nichts mehr im Weg.
Weitere Informationen: Amt der Stadt Dornbirn
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