In funkelnde Kristallwelt tauchen

Von Gemeindereporter Emir T. Uysal
Stolz präsentiert Jason Durell seine selbst hergestellten Kristalle in einer Plastik-Truhe.
Stolz präsentiert Jason Durell seine selbst hergestellten Kristalle in einer Plastik-Truhe. - © Emir T. Uysal
Kristalle selber züchten? Mit dieser Anleitung geht es ganz einfach zu Hause.

Feldkirch. (etu) Unser Kinderreporter Jason Durell tauchte in die funkelnde Welt der Kristalle ein. Unter Aufsicht eines Erwachsenen stellte er künstliche Kristalle her. Dabei gibt es verschiedene Experimentierkästen von diversen Herstellern. Du brauchst dazu 50 Gramm Kaliumaluminumsulfat (Alaun-Tütchen), einen großen Messbecher, Holzspatel, Schatztruhe oder -box, destilliertes Wasser, zwei leere Marmeladengläser, zwei Etiketten und einen Bleistift.

Und so geht’s:

  • Gib ein Tütchen Alaun ins Marmeladenglas und füge 250 ml destilliertes Wasser dazu.
  • Stelle das (offene) Marmeladenglas in den Topf mit heißem Wasser und rühre mit dem Holzspatel so lange, bis sich alles aufgelöst hat.
  • Nimm das Glas mit der klaren Lösung vorsichtig heraus (Achtung, heiß!), verschließe und beschrifte es mit einem Etikett. Lass es abkühlen. Nach einem Tag setzen sich auf dem Boden Kristalle ab. Falls sich bis dann noch keine gebildet haben, gib ein paar Alaunsalzekörnchen dazu.
  • Einen Tag später gießt du vorsichtig die Lösung in ein zweites Glas ab. Klebe ein Etikett, beschriftet mit „Alaun-Lösung“ darauf und bewahre sie für den nächsten Versuch auf.
  • Die Kristalle schiebst du mit einem Holzspatel auf ein Stück Küchenpapier und lässt sie trocknen. Sortiere etwa zehn schöne Einzelkristalle heraus und bewahre sie in deiner Schatztruhe (oder Box) auf. Du brauchst sie später zur Herstellung der künstlichen Kristallhöhlen.
  • Den Rest gibst du zurück in das Glas mit der Alaun-Lösung.
  • Was passiert?
  • Im warmen Wasser löst sich viel mehr Alaun als bei Zimmertemperatur. Beim Abkühlen kristallisiert der Überschuss wieder aus. Sind dir die entstandenen Kristalle nicht groß genug, kannst du sie wieder in die Lösung schütten, diese nochmals erwärmen und beim Abkühlen das Glas dick mit einem Handtuch umhüllen: Wenn es langsamer abkühlt, werden die Kristalle größer.

Kristallverzierte Figuren
Hierfür brauchst du Gips, Färbetabletten, einen großen Messbecher, Holzspatel, Kunststoffform und -becken sowie 50 Gramm Alaun-Tütchen.

Weiter geht’s:

  • Decke deinen Arbeitsplatz mit alten Zeitungen ab. Fülle den Messbecher mit 50 Milliliter warmem Leitungswasser. Wenn du bunte Figuren haben möchtest, löse ein Viertel einer Färbetablette im Wasser auf. Vermische sie im Joghurtbecher, ohne viel zu stäuben mit 80 Gramm Gips (bis zur 100-ml-Markierung).
  • Rühre die Masse mit einem Holzspatel vorsichtig um, bis sie möglichst klumpenfrei ist.
  • Schütte den Brei in die vielen kleinen Vertiefungen der Kunststoffform. Lass den Gips mindestens einen Tag lang trocknen.
  • Stelle aus 50 Gramm Alaun und 150 Milliliter destilliertem Wasser eine neue Lösung her. Mit einem Viertel einer Färbetablette, die du in die Lösung gibst, kannst du die Kristalle einfärben.
  • Nimm das Glas mit der heißen Lösung vorsichtig aus dem Topf (Achtung, heiß!) und lass es etwas abkühlen. Fülle sie dann vorsichtig ins Becken mit zwei der Gipsfiguren. Die Gipsfiguren sprudeln und zischen leicht, es entstehen kleine Gasbläschen, da der Gips mit der sauren Alaun-Lösung reagiert. Lass die Lösung an einem ruhigen Platz ein bis zwei Tage stehen.
  • Hole die bewachsenen Figuren mit einem Holzspatel oder der Pinzette heraus. Achtung: Die entstandenen Kristalle sind nicht wasserfest.

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