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Im Bann des Bazorahangs

Legt für den Bazora-Skilift großes Engagement an den Tag: Anton Gabriel aus Frastanz. Legt für den Bazora-Skilift großes Engagement an den Tag: Anton Gabriel aus Frastanz. - © VOL.at/Hartinger
von VN/Jörg Stadler - Frastanz – Ein Schlepplift, 1000 Meter Piste und viel Arbeit: Für Pistenchef Anton Gabriel ist der Bazora-Skilift „eine Herzensangelegenheit“.

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So mancher kleiner Stöpsel hat auf dem markanten Bazorahang oberhalb von Frastanz Skifahren gelernt. Auch Anton Gabriel schnallte sich hier zum ersten Mal die Bretter an und verdiente sich im Alter von zehn Jahren als „Liftler“ die eine oder andere Tageskarte. „Seinem“ Bazorahang ist er bis heute treu geblieben. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Helfern investiert er viel Freizeit, um den Erhalt des Skilifts zu sichern.

Großes Engagement

So idyllisch die Kindheitserinnerungen, so beinhart ist der wirtschaftliche Überlebenskampf: Pistengeräte und eine neue Beschneiungsanlage schlagen teuer zu Buche – die Skitage sind angesichts der Schneelage in diesen Höhen überschaubar. „Der Betrieb ist nur möglich, weil wir das ehrenamtlich machen und von der Gemeinde, den Liftbesitzern und privaten Sponsoren unterstützt werden“, sagt der 48-jährige Schlosser. Seit 1994, damals stand der Liftbetrieb auf der Bazora kurz vor dem Aus, fungieren die Vereine Figl Fan Frastanz, Skiclub Frastanz und WSV Fellengatter als Betreiber des Skilifts. Für Gabriel, der bei zwei dieser Vereine Mitglied ist und es bis zum Figlweltmeister brachte, ist der Bazora-Skilift eine „Herzensangelegenheit“. Fünf bis acht Stunden in der Woche kümmert er sich um „seine“ Piste, fährt in den frühen Morgenstunden mit der Walze den steilen Hang hinauf und verteilt den oft spärlichen Schnee auf der 1000 Meter langen Strecke. „Das ist eine Wissenschaft für sich, speziell in einem derart steilen Gelände“, sagt Gabriel. Um auch in schneearmen Wintern gute Pistenbedingungen bieten zu können, hat die Betreibergemeinschaft nun etwa 30.000 Euro und 1200 ehrenamtliche Arbeitsstunden in eine Beschneiungsanlage investiert. „Bei optimalen Temperaturen können wir innerhalb von zwei Stunden rund 80 Kubikmeter Kunstschnee produzieren. Bisher war es aber leider zu warm, um effektiv zu beschneien“, hofft Gabriel nun auf Minusgrade.

Am Wochenende in Betrieb

Der durchaus anspruchsvolle Bazorahang verfügt übrigens über eine Verbindung zum kleinen Familienskigebiet Gurtis. Bei entsprechender Schneelage ist der Schlepplift jedes Wochenende von Freitagmittag bis Sonntag geöffnet. An guten Tagen, so Gabriel, „zählen wir bis zu zweihundert Skifahrer, an schlechten können es auch mal nur drei bis vier sein.“ Ob Vollauslastung oder Schmalspurbetrieb: Blechkolonnen, lange Warteschlangen und lärmende Schneebars gibt es auf der Bazora jedenfalls nicht. Und genau das würden die Gäste schätzen, so Gabriel. „Es ist eben stressfrei und ruhig hier oben. Und man hat einen tollen Ausblick bis zum Bodensee.“

Zur Person

Anton Gabriel
Pistenchef Skilift Bazora
Geboren: 30. September 1963
Wohnort: Frastanz
Beruf: Schlosser
Familie: verheiratet, zwei Kinder
Hobbies: Skilift Bazora, Firngleiten, Skifahren

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