Illegaler Hundehandel: 230 Welpen über Grenze geschmuggelt

Von Simon Vonbank
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230 Chihuahua-Welpen über Grenze geschmuggelt. 230 Chihuahua-Welpen über Grenze geschmuggelt. - © AP, Lennart Preiss/dapd
Schwarzach – Zollbeamte konnten am Grenzübergang Lustenau-Heerbrugg einen Hundeschmuggelring sprengen. Eine Züchterin aus Ungarn soll über mehrere Monate Hundewelpen durch Vorarlberg in die Schweiz geschmuggelt haben.

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Wie die Schweizer Zollfahndung erklärte, wurden mindestens 230 Hundewelpen in den vergangenen Monaten in die Schweiz geschmuggelt. Die Ermittler konnten eine Züchterin aus Ungarn ausforschen. Sie soll die Hundewelpen an eine Händlerin in der Schweiz und an Privatleute vermittelt haben. Pro Fahrt soll sie dabei etwa eine Handvoll Welpen mitgenommen haben.

„Bei den Hunden handelt es sich um Chihuahua-Welpen“, wie Jürg Vögeli von der Zollfahndung Heerbrugg gegenüber VOL.AT erklärt. Die Züchterin soll dabei über 100.000 Schweizer Franken erwirtschaftet haben. Gleichzeitig verstößt sie dadurch gegen die Zoll- und Mehrwertsteuer, sowie gegen das Tierseuchengesetz.

Hundehandel in Vorarlberg

In den letzten fünf Jahren ist in Vorarlberg kein Fall von Hundehandel festgestellt worden. „Das heißt aber nicht, dass dies nie vorkommt“, so der Vorarlberger Tierschutzobmann Pius Fink. Besonders in Ostösterreich sei dies ein großes Problem. Diese Hunde kommen häufig aus den Ostblockländern und sind unter katastrophalen Bedingungen gezüchtet worden. „Vielen dieser Hunde fehlt der Sozialkontakt mit Menschen“, so Fink. Vielfach werden sie auch viel zu früh der Hundemutter weggenommen, sind mit Krankheiten behaftet und mangelernährt. Fink rät daher: „Augen auf beim Hundekauf.“

Das sollte man beim Kauf beachten

Hunde können über Züchter erworben werden, über das Tierheim und unter bestimmten Voraussetzungen auch in Tierhandlungen. Ein gültiger Impfpass und ein Kauf- oder Übergabevertrag müssen vorhanden sein. „Wenn das nicht vorhanden ist, sollten die Alarmglocken angehen“, so Fink. Außerdem muss jeder Hund mitsamt Besitzer in eine Datenbank eingetragen werden und der Hund bekommt einen kleinen Sender unter die Haut implantiert.

„Doch bevor man einen Hund kauft, sollte man persönlich mit dem Züchter in Kontakt treten und idealerweise auch den Mutterhund beobachten“, rät Fink. Sinnvoll sei zudem ein Beratungsgespräch im Tierheim, der Hundeschule oder bei anderen Tierhaltern.

(SVO)

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