IfS Spagat: Trotz Behinderung sich auf dem Arbeitsmarkt etablieren

Von Matthias Rauch (VOL.AT)
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IfS Spagat: Trotz Behinderung sich auf dem Arbeitsmarkt etablieren
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Dornbirn/Schruns – IfS Spagat betreut über 300 Personen mit Behinderung bei ihrem Einstieg ins Berufsleben. Reinhard Metzler und Lukas Vallaster waren zwei von ihnen, beide arbeiten nun bei Intersport.

Der 20-jährige Reinhard Metzler macht derzeit die Teillehre im Intersport Dornbirn. Hier kümmert er sich um die Alpinabteilung, vor allem Wanderschuhe sind sein Spezialgebiet. Hier kann der Bregenzerwälder mit seinem Fachwissen auftrumpfen, schließlich ist er selbst begeisterter Sportler. So ist er nicht nur Wanderer, sondern gewann auch eine Silbermedaille auf 10 Kilometer Langlauf – gewonnen bei den Special Olympics in Südkorea.

Ziel ist berufliche Inklusion

Denn Reinhard war fünf Jahre alt, als er einen schweren Schlaganfall erlitt. Danach war sein rechter Arm und Bein gelähmt, auch Sprechen war nicht mehr möglich. Mühsam musste der Bregenzerwälder vieles neu erlernen. Dass er im September 2012 seine Lehre beim Intersport beginnen konnte, hat er auch dem IfS Spagat zu verdanken. Die Organisation ist darauf spezialisiert, Menschen mit besonderen Bedürfnissen auf dem freien Arbeitsmarkt unterzubringen. Erst letztes Jahr wurde IfS Spagat als “best practice”-Modell im Bereich der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung ausgezeichnet.

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung

Ziel ist es, den Teilnehmern Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu ermöglichen. Auch Lukas Vallaster kam über den IfS Spagat zum Intersport in Schruns. Ursprünglich wollte er eigentlich Busfahrer werden, doch gefiel es dem 18-jährigen Montafoner beim Intersport besser. Nun ist er bereits seit drei Jahren im Geschäft tätig, zur vollen Zufriedenheit seines Mentors Edwin Erhard. Zur Arbeit kommt Lukas meist mit seinem selbstgekauften E-Bike. Schließlich ist der Heimweg recht steil, da ist der Motor eine willkommene Unterstützung.

IfS betreut Anstellungsverhältnis

Je nach den Wünschen des Teilnehmers sucht das IfS nach Unternehmen, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Wenn sich ein Arbeitgeber bereit erklärt, kommt man erstmal schnuppern, erklärt Berater Lukas Alton vom IfS. Wenn alles passt, kommt es zu einer ganz normalen Anstellung des Teilnehmers. Mit dem Berater vom IfS haben sowohl der Teilnehmer wie auch die Firma einen Ansprechpartner, um mögliche Probleme zu lösen.

Vollwertige Anstellung

Über 300 Personen werden derzeit vom IfS Spagat betreut, Intersport hat allein an vier der fünf ganzjährig geöffneten Filialen integrative Arbeitsplätze geschaffen. Dort gehören sie ganz normal zum Personal, freut sich Personalleiter Hermann Amann über die Bereicherung des Teams. Sowohl Reinhard Metzler und Lukas Vallaster sind inzwischen so gut an ihren Arbeitsplätzen integriert, dass auf die Beratung durch das IfS Spagat verzichtet werden kann.

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