Akt.:

Hubble: Planet von Röntgeneruption seines Heimatsterns “geröstet”

Diese künstlerische Darstellung illustriert, wie die Atmosphäre des Exoplaneten HD 189733b infolge einer gewaltigen Strahleneruption seines Heimatsterns verdampft. Diese künstlerische Darstellung illustriert, wie die Atmosphäre des Exoplaneten HD 189733b infolge einer gewaltigen Strahleneruption seines Heimatsterns verdampft. - © NASA's Goddard Space Flight Center
Das “Hubble”-Weltraumteleskop hat die verdampfende Atmosphäre eines fernen Planeten erspäht.

 (1 Kommentar)

Korrektur melden

Der etwa 60 Lichtjahre entfernte Planet HD 189733b sei von seinem Heimatstern mit intensiver Röntgenstrahlung geröstet worden und habe mindestens 1.000 Tonnen Gas pro Sekunde verloren, berichtete das europäische “Hubble”-Informationszentrum am Donnerstag in Garching bei München. Die Forscher um Alain Lecavelier des Etangs vom französischen Forschungszentrum CNRS stellen ihre Beobachtungen in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts “Astronomy & Astrophysics” (siehe: “Temporal variations in the evaporating atmosphere of the exoplanet HD189733b”) vor.

Erste Beobachtungen 2010 ohne Auffälligkeiten

Die Forscher hatten den Stern HD 189733A ins Visier genommen, der von einem etwa jupitergroßen Begleiter alle 53 Stunden eng umkreist wird. Planet und Stern trennen nur rund fünf Millionen Kilometer, das ist dreißigmal weniger als die Distanz der Erde zur Sonne. Der Exoplanet wird dadurch auf mehr als 1.000 Grad Celsius aufgeheizt. Das ist allerdings noch nicht heiß genug, um seine Atmosphäre verdampfen zu lassen. Die ersten Beobachtungen aus dem Jahr 2010 zeigten daher noch keine Auffälligkeiten.

Planet von Heimatstern mit intensiver Röntgenstrahlung geröstet

Im Jahr 2011 beobachteten die Forscher jedoch dramatische Veränderungen. Der Heimatstern des fernen Exoplaneten erlebte einen Ausbruch von Röntgenstrahlung, wodurch sich seine Helligkeit im Röntgenlicht vervierfachte. Der Planet bekam dadurch rund drei Millionen Mal soviel Röntgenstrahlung ab wie die Erde von der Sonne, schätzen die Forscher. “Es war der hellste Röntgenausbruch von HD 189733A von mehreren, die bisher beobachtet wurden”, erläuterte Peter Wheatley aus dem Forschungsteam in der Mitteilung. “Und es scheint sehr wahrscheinlich, dass die Auswirkungen dieses Ausbruchs zu dem Verdampfen geführt haben, das ein paar Stunden später mit “Hubble” zu sehen war.”

Der ferne Planet wandert von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Heimatstern vorbei. Dabei durchleuchtet der Stern die Atmosphäre des Exoplaneten, wodurch sich deren Zusammensetzung und Bewegung analysieren lässt. Die Forscher konzentrierten sich auf Wasserstoff als Hauptbestandteil der Planetenatmosphäre und konnten beobachteten, wie große Mengen Wasserstoff aus der Atmosphäre entwichen.   

Siehe auch: NASA-Bericht mit Videoillustration – “Swift Detect First-Ever Changes in an Exoplanet Atmosphere”.

(APA; Redaktion)


Werbung


Kommentare 1

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Zahl der Ebola-Fälle auf mehr als 10.000 gestiegen
Die Zahl der Ebola-Fälle in Westafrika ist auf über 10.000 gestiegen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation [...] mehr »
Wintereinbruch sorgt in Bulgarien für Strom-Chaos
Schneechaos in Bulgarien: Ein für das Balkanland ungewöhnlich früher Wintereinbruch hat am Samstag Zehntausende [...] mehr »
Google-Manager brach Höhenrekord von Baumgartner
Ein amerikanischer Fallschirmspringer hat mit einem Stratosphärensprung Experten zufolge den Höhen-Rekord des [...] mehr »
Offene Fragen nach Amoklauf an US-High School
Nach einer Schießerei in einer US-Schule mit zwei Toten und vier Verletzten rätseln Polizei und Einwohner über das [...] mehr »
Zwei Polizisten in Kalifornien erschossen
Ein 34-jähriger Mann hat in Nordkalifornien zwei Polizisten erschossen und zwei weitere Menschen verletzt. Er wurde [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!