H&M tritt beim Gewinn auf der Stelle

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Steigende Löhne in China machen dem schwedischen Moderiesen Hennes & Mauritz (H&M) zunehmend das Leben schwer.

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Im dritten Geschäftsquartal steigerte H&M seinen Überschuss nur um 0,9 Prozent auf 3,62 Mrd. schwedische Kronen (428 Mio. Euro), wie der Konzern am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Dies war deutlich weniger als Analysten erwartet hatten.

Der Umsatz kletterte dank Neueröffnungen zwar um zehn Prozent auf 28,81 Mrd. Kronen. Dies war aber ebenfalls weniger als erhofft. Jetzt soll sich das Expansionstempo der schwedischen Kette erhöhen.

Ein Grund für das schwache Gewinnwachstum ist, dass sich die Mode der Schweden, die zum größten Teil in Asien geschneidert wird, längst nicht mehr so kostengünstig produzieren lässt wie noch vor einigen Jahren. Denn mit dem wachsenden Wohlstand in Ländern wie China steigt dort auch das Lohnniveau. Zudem macht die Schuldenkrise in Europa dem Konzern zu schaffen, auch die starke schwedische Krone im Vergleich zu anderen Währungen zehrt am Gewinn.

H&M verliert Marktanteile an Inditex

Für Analysten bestätigten die Zahlen ein Bild, das sich schon seit längerem abzeichnet: H&M verliert Marktanteile an seinen großen Konkurrenten Inditex. Der spanische Konzern ist gemessen am Umsatz bereits Marktführer in der Textilbranche mit Ketten wie Zara, Massimo Dutti oder Bershka. H&M ist die Nummer zwei.

H&M-Boss Karl-Johan Persson gab sich am Donnerstag kämpferisch. Kontern will der Konzernchef durch neue Filialen und die Einführung einer neue Marke, die sich vornehmlich an Frauen richtet. In dem Ende November auslaufenden Geschäftsjahr will der Konzern 300 neue Geschäfte eröffnen und damit 25 mehr als ursprünglich geplant.

Im kommenden Jahr peilt H&M zudem den Markteintritt in Südamerika an. Auch das Online-Angebot will der Konzern ausbauen, allerdings verzögert sich der Internetauftritt in den USA um ein gutes halbes Jahr. Statt wie geplant in diesem Herbst startet das Geschäft erst im Sommer nächsten Jahres. (APA)

 

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