GroupGroupCombined ShapePage 1Page 1Combined ShapePage 1Triangle Fill 1BitmapFill 1Fill 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAA Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kiramatisho und andere Baumeisterinnen

Die von Cornelia Faisst kuratierte Ausstellung ist eine baukulturelle Annäherung an das faszinierende Leben der Maasai Frauen.
Die von Cornelia Faisst kuratierte Ausstellung ist eine baukulturelle Annäherung an das faszinierende Leben der Maasai Frauen. ©Frauenmuseum
Die Ausstellung „Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan“ im Frauenmuseum wurde bis 8. Oktober 2017 verlängert.
Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan

Hittisau. Vor zwei Jahren war es eine (und zwar die erste) Architektin aus Vorarlberg, jetzt sind es gleich zehn Baumeisterinnen aus dem fernen Tansania. Doch wie kommt eine Ausstellung über eine jahrhundertealte Bautradition der Maasai in ein Museum in Hittisau? Ganz einfach, indem eine aus dem Bregenzerwald stammende Architektin und Hochschuldozentin sich intensiv mit der traditionellen Baukultur der Maasai Frauen beschäftigt hat und die Ergebnisse ihrer Forschungstätigkeit nun einer breiten Öffentlichkeit im einzigen Frauenmuseum Österreichs vorstellt.

Zehn Baumeisterinnen

Bereits im Herbst 2016 wurde die Ausstellung „Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan“ im Frauenmuseum eröffnet. Porträtiert werden zehn ausgewählte Maasai Baumeisterinnen mit ihren bewegenden Lebensgeschichten und den von ihnen erbauten Gebäude. Sie stehen für alle Maasai-Frauen im Gebiet rund um das Dorf Ololosokwan in Tansania, wo die Frauen alleine für den Bau und den Erhalt der traditionellen Hütten (Enkaji) verantwortlich sind.

25 Quadratmeter

Die Maasai Familien leben in polygamen Familienverbänden, in denen jede der Ehefrauen eine eigene Hütte besitzt, die sie selbst erbaut. Bis zu zwei Erwachsene und sechs Kinder teilen sich 25 Quadratmeter bzw. sechs Räume mit dem Jungvieh. Die von Cornelia Faisst kuratierte Ausstellung im Frauenmuseum ist eine baukulturelle Annäherung an das faszinierende Leben der Maasai Frauen und ermöglicht einzigartige Einblicke in deren Alltag. Sie gibt Antworten auf Fragen wie: Wie baut man so ein Haus aus Ästen, Erde, Asche, Sand, Kuhdung, Urin und Wasser? Wo finden sich die individuellen Körperproportionen der Frauen in den Häusern wieder? Warum ist es im Inneren so dunkel? Thematisiert wird auch das sensible Thema der Emorata, der weiblichen Beschneidung. Noch heute werden in abgelegenen Gebieten wie Ololosokwan unzählige Mädchen im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren beschnitten und anschließend verheiratet. 

Handwerkerinnen für Handwerkerinnen

Eine „Nebenrolle“ bei der Ausstellung spielen zehn Handwerkerinnen aus dem Bregenzerwald und Umgebung, die je eine Holztruhe für eine der Maasai Baumeisterinnen gestaltet haben. Diese außergewöhnlichen Holztruhen werden im Anschluss an die Ausstellung verkauft. Der Erlös kommt dem Ausbildungs- und Selbsthilfe-Projekt SIDAI zugunsten der Bildung von Mädchen und Frauen aus Ololosokwan zu Gute.

Neue Struktur 

Mit dieser Ausstellung kommt das Frauenmuseum dem politischen Auftrag nach, hochwertige Leistungen im Bereich der Kultur- und Bildungsarbeit zu erbringen – und dies mit einer neuen Struktur. Am 21. Februar 2017 wurden die Weichen gestellt für eine unabhängige und zukunftsorientierte Trägerschaft des Frauenmuseum Hittisau: An diesem Tag hat die Gemeindevertretung Hittisau den Beschluss gefasst, das Museum in einen Trägerverein zu überführen. „Mit dieser jetzt neu zu schaffenden Struktur können wir unseren Weg fortsetzen. Mehr Unabhängigkeit mit einem eigenen Trägerverein bedeutet zwar gesteigerte Verantwortung, aber auch mehr Gestaltungsspielraum. Das ist bezogen auf unsere Thematik – Frauengeschichten und -kultur darzustellen, zu erforschen und in Bezug auf ländliche Entwicklungen kritisch zu beleuchten – ein wichtiger Entwicklungsschritt“, so die Direktorin des Frauenmuseums Hittisau, Stefania Pitscheider Soraperra.

 

„Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan“

Frauenmuseum Hittisau

Verlängert bis 8. Oktober 2017.

 

Sommeröffnungszeiten:

10. April bis 26.Oktober 2017

MI 14-17 Uhr
DO-SO 10-17 Uhr

Führung mit der Kuratorin Cornelia Faisst

jeweils um 17 Uhr

7. Mai 2017

4. Juni 2017

 

Die porträtierten Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan:

Kiramatisho Parmwatt

Meeyu Koitumet

Napolos Mbunito

Naserian Kipees

Naswaku Parmwatt

Naswaku Rotiken

Nekishon Koipa

Nooltetiaini Rotiken

Norkireu Rotiken

Saning‘o Tomboy

 

Die Handwerkerinnen aus dem Bregenzerwald:

Monika Arnold

Maria Christern

Christina Fetz-Eberle

Belinda Hager

Manuela Maass

Heidi Maurer

Martha Niederacher

Petra Raid

Ina Rüf-Amann

Irmgard Schwärzler

Bianca Winder

 

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  1. VOL.AT
  2. Hittisau
  3. Kiramatisho und andere Baumeisterinnen
Kommentare
Noch 1000 Zeichen