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12. August 2010 12:12; Akt.: 12.08.2010 12:12

Head weiter in der Verlustzone, aber mehr Umsatz

Sportartikelhersteller muss weiter sparen Sportartikelhersteller muss weiter sparen - © VMH
Kennelbach - Der internationale Sportartikelhersteller Head mit Produktionsstandort in Kennelbach schwimmt weiter in den roten Zahlen.

 (2 Kommentare)

Im ersten Halbjahr 2010 belief sich der Konzernverlust auf -9,9 nach -17,1 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit. Im zweiten Quartal hat sich das Minus unterm Strich dann wieder vergrößert, und zwar von -5,3 auf -8,0 Mio. Euro. Dank Verbesserungen im Winter- und Racketsportbereich hat Head aber mehr umgesetzt. Im zweiten Halbjahr muss Head weiterhin auf die Kostenbremse drücken. Trotz schwieriger und unsicherer Bedingungen peilen die Niederländer für das Gesamtjahr einen Umsatz “etwas über dem des Vorjahres” an.

Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Nettoumsatz um 4,8 Prozent auf 120,0 Mio. Euro. Während die Bereiche Winter- und Racketsport um 6,6 auf 21,7 Mio. Euro bzw. 7,9 Prozent auf 72,4 Mio. Euro gewachsen sind, ist das – vergleichsweise kleine – Lizenzgeschäft um 18,6 Prozent auf 2,6 Mio. Euro eingebrochen.

“Für unseren Wintersportbereich ist das erste Halbjahr kein wichtiger Verkaufszeitraum, da normalerweise weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes innerhalb dieser Periode erzielt werden. Aufgrund höherer Absatzmengen und eines verbesserten Mix stieg der Umsatz innerhalb dieses Zeitraums”, heißt es. Im Racketsportbereich hat Head unter anderem von der Aufwertung des US-Dollars profitiert. Der Umsatz mit Tauchzubehör ist im Halbjahr leicht um 0,2 Prozent auf 26,7 Mio. Euro zurückgegangen – die Kunden seien in diesem Bereich nach wie vor zurückhaltend mit ihren Ausgaben.

Das bereinigte Betriebsergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr auf -9,0 nach -11,7 Mio. Euro. Im zweiten Quartal hat sich der bereinigte Betriebsverlust dann wieder von -3,3 auf -5,7 Mio. Euro ausgeweitet, zurückzuführen sei dies unter anderem auf höhere Rohstoffpreise und Wechselkursschwankungen.

Im ersten Halbjahr haben Head auch Erträge aus aktienbasierten Vergütungen, geringere Zinskosten und weggefallene Restrukturierungskosten oder Kosten für den Umtausch für eine Anleihe im Jahr 2010 geholfen.

Head blickt nicht allzu optimistisch in die Zukunft: “Aufgrund unseres momentanen Auftragsstandes erwarten wir, dass der Jahresumsatz etwas über dem des Vorjahres liegt, jedoch sind die Bedingungen innerhalb der Branche nach wie vor schwierig, die wirtschaftlichen Bedingungen unsicher und Margen aufgrund der Veränderung des Mix, steigender Rohstoffpreise und Wechselkursschwankungen gedrückt.” Man werde “mit Restrukturierungsprogrammen fortfahren, um unsere Kosten weiter zu senken”.


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