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Harter Stahl und heißer Kunststoff

Die Lehrlinge lernen praxisnah in der Produktion von den „alten Hasen“ und sind somit ein wichtiger Teil des Teams.
Die Lehrlinge lernen praxisnah in der Produktion von den „alten Hasen“ und sind somit ein wichtiger Teil des Teams.
Bei Lercher in Klaus werden mit Hightech und viel Know-how die Produkte von morgen geformt.

Wenn das Auto präzise durch die nächste Kurve lenkt oder die Autoelektrik in Millisekunden den Impuls für eine Vollbremsung gibt, sind Produkte von Lercher im Einsatz. Wenn sich die Küchenschublade wie von Geisterhand öffnet und schließt oder ein Logistikroboter auf Schienen durch die Werkshalle saust – dann erfüllen Komponenten made by Lercher ihren Job. Das 130 Mitarbeiter starke Team des Familienbetriebs fertigt für Kunden aus verschiedensten Branchen Kunststoffteile. Ein Material, das aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken ist. Ein krisensicherer und zukunftsweisender Markt.

Präzisionswerkzeuge
Doch bevor so ein Kunststoff-gehäuse, -zahnrädchen oder -stecker aus der Maschine purzelt, braucht es erst mal eine Form aus Stahl – Werkzeug genannt. Diese Formen werden im Erdgeschoß des Klauser Unternehmens auf großen Hightechmaschinen hergestellt. Da arbeitet sich ein Fräser mit bis zu 24.000 Umdrehungen pro Minute durch den Stahl, da wird mit Funken, die heißer sind als die Oberfläche der Sonne, Stahl wegerodiert und da wird mit einer Genauigkeit zehnmal dünner als ein menschliches Haar geschliffen. So entsteht in dem harten Material eine Negativform des geplanten Kunststoffteils.

Lehrlinge sind eingebunden
Inmitten der konstant auf 22° klimatisierten Produktion sind auch die Profis von morgen am Arbeiten. Die Lehrlingswerkstatt ist bewusst nicht separiert. „Unsere Lehrlinge sind von Anfang an ein wichtiger Teil des Teams“, sagt Dominik Lercher. Und spricht damit die spezielle Art an, mit der hier der Nachwuchs ausgebildet wird. Da werden alle Abteilungen durchlaufen, um den Blick über den Tellerrand zu fördern. Die „alten Hasen“ im Betrieb geben den Jungen ihr Know-how weiter. Praxisnahes Lernen mit betriebswirtschaftlichem Verständnis heißt die Devise – die Lehrlinge lernen nicht nur, wie etwas gemacht wird, sondern wie man es auch kostengün-tig und effizient macht. Das Konzept geht auf. Regelmäßig schließen Lercher-Lehrlinge ihre Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Und dank des dynamischen Wachstums des Unternehmens bleiben die meisten nach ihrer Lehre dem Betrieb treu und machen Karriere. Viele der Meister und Abteilungsleiter bei Lercher haben bereits ihre Lehre hier gemacht.

Aus Stahl wird Kunststoff
Aber wie wird jetzt mit einer Form aus Stahl ein Kunststoffprodukt erzeugt? Im Obergeschoß des 115 Meter langen Gebäudes stehen dafür 40 Kunststoff-Spritzgussautomaten. In diese werden die stählernen Werkzeuge, die aus zwei Teilen bestehen, eingespannt. Flüssiger Kunststoff wird in das Werkzeug mit hohem Druck eingespritzt. Dann öffnen sich die beiden Teile des Werkzeugs und heraus kommt das fertige Teil – bis zu 15 Millionen Stück jede Woche. Bestimmte Teile werden von Robotern vorsichtig entnommen und abgelegt. Hightech ist auch hier allgegenwärtig.


Motivation und Engagement
Doch Maschinen alleine machen nicht erfolgreich. Sandra Ender-Lercher, die mit ihrem Bruder Dominik die Firma in zweiter Generation führt, weiß, dass Engagement und Motivation ebenso wichtig sind. So werden für die Mitarbeiter immer wieder spannende Outdoor-Events organisiert – vom Schluchtenfox über Wildwasserfahrten bis hin zum Golfkurs. Und dank der flachen Hierarchie im Familienunternehmen sind auch Probleme schnell ausgeräumt. Die Tür zur Geschäftsleitung steht auch für die Lehrlinge immer offen. Lercher bildet in den Berufen Werkzeugbau, Kunststoffspritzguss und Konstruktion aus. Wer sich ein Bild von diesen Berufen machen möchte, darf gerne zum Schnuppern kommen.

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