Acht Tote bei Tragödie in polnischer Kupfergrube

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Bei einem schweren Grubenunglück in Südwestpolen sind acht Bergleute getötet worden. Nach einem Einsatz fast rund um die Uhr konnten Retter am Mittwochabend auch die letzten drei vermissten Arbeiter nur noch tot bergen.

“Das ist die Bilanz dieses tragischen Unglücks”, erklärte der Direktor der Kupfermine Rudna im niederschlesischen Polkowice, Pawel Markowski. Ein Erdbeben am späten Dienstagabend hatte das Unglück ausgelöst.

Bis zuletzt gab es Hoffnung, dass sich drei Minenarbeiter in ein Luftloch geflüchtet haben könnten. 50 Retter versuchten fieberhaft, zu den Verschütteten vorzudringen. Teilweise mussten die Suchtrupps bei 30 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit Gestein mit den Händen aus dem Weg räumen. Am Abend fanden sie schließlich die Leichen.

Bereits in der Nacht zuvor hatten die Suchmannschaften zwei Männer im Alter von 33 und 47 Jahre nur tot bergen können. Im Laufe des Mittwochs fanden sie dann zunächst drei weitere Leichen, doch am Ende kam für alle Verschütteten jede Hilfe zu spät. “Es ist eine Tragödie”, sagte Markowski. Die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo reiste an die Unglücksstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen und den Rettern Mut zuzusprechen.

Nach Angaben des Grubenbetreibers KGHM waren am Dienstagabend nach einem Erdbeben der Stärke 3,4 weite Teile der Stollen eingestürzt. Das Zentrum des Bebens lag demnach in nur 1100 Meter Tiefe und löste unter Tage “große Zerstörungen aus”, wie eine KGHM-Sprecherin mitteilte. Eine US-Erdbebenwarte hatte zunächst eine Stärke eine Stärke der Erdstöße von 4,4 und eine Tiefe von mehreren Kilometern genannt.

In den Bergwerksregionen Südpolens kommt es immer wieder zu Erschütterungen. Oft sind sie auf mangelhafte Sicherung ausgebeuteter Minen zurückzuführen. Der Auslöser des aktuellen Bebens ist aber noch unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Verletzung der Sicherheitspflichten. 2013 waren nach einem Erdstoß in der Grube Rudna 19 verschüttete Bergleute gerettet worden.

(APA/dpa)

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