4.000 Personen demonstrierten in Bregenz - © VOL Nach einer Kundgebung folgte ein etwa einstündiger Protestmarsch durch Bregenz. Männer, Frauen und Kinder fanden sich trotz eisiger Kälte ein, um mit türkischen, palästinensischen und arabischen Fahnen, mit Musik sowie Sprechchören gegen die israelische Offensive zu protestieren. Zwischenfälle gab es vorerst keine.
Angekündigt waren rund 1.000 Teilnehmer, gegen 13.40 Uhr gab es jedoch noch immer großen Zulauf zu der von der AIF (Österreichische Islamische Föderation) organisierten Demonstration. Zahlreiche islamische Kultur- und Sportvereine beteiligten sich an dem Protest. “Stoppt den israelischen Terror” und “Wir sind alle Palästinenser” war in zwei Sprachen auf den weißen T-Shirts der vereinseigenen Ordner zu lesen. Die Demonstranten hatten zudem Plakate und Schilder mitgebracht mit Slogans wie “Verteidigungskrieg gegen Kinder?”, “Lasst Gaza leben” oder “Wir wollen Frieden”. Viele trugen als Zeichen der Solidarität Palästinensertücher.
“Das ist keine rein muslimische Kundgebung. Uns geht es um die unschuldigen Zivilisten, um die Kinder, die getötet werden”, erklärte ein junger Bursche, der Fähnchen an die ankommenden Teilnehmer verteilte. Ähnlich sah es ein anderer Demonstrant. “Als dreifacher Vater will ich da nicht einfach nur zusehen. Ich bin gegen diesen Krieg”, betonte er. Er hoffe auf Obamas Vermittlung in dem Konflikt. Aus den Autokennzeichen auf dem Festspielhaus-Parkplatz war zu schließen, dass auch viele Teilnehmer aus Liechtenstein und der Schweiz angereist waren.
Die Polizei begleitete den Protestzug, der über den Busbahnhof, die Fußgängerzone, die Rathausstraße und das Fahnenrondell über die Seeanlagen zurück zum Pavillon führte. Bis gegen 15.00 Uhr waren keine Zwischenfälle gemeldet. Damit sei auch nicht zu rechnen, so Hans-Peter Ludescher, stellvertretender Vorarlberger Sicherheitsdirektor, zu Beginn der Veranstaltung. “Das ist kein Thema, wo Gegendemonstrationen oder Ähnliches zu erwarten wären”, erklärte Ludescher. Eine geplante Kundgebung des mesopotamischen Kulturvereins am Samstagnachmittag zum selben Thema war wegen Teilnehmermangels abgesagt worden.