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30. Juli 2010 11:19; Akt.: 30.07.2010 11:19

"Grödig hat uns nicht gut getan"

Mit seiner Routine soll Gerald Krajic (im Vordergrund) die Austria auf die Erfolgsstraße zurückführen. Mit seiner Routine soll Gerald Krajic (im Vordergrund) die Austria auf die Erfolgsstraße zurückführen. - © Stiplovsek
von Christian Adam - Für heute gegen St. Pölten verspricht Austrias Gerald Krajic: “Wir hauen uns voll rein.” Ab 18:30 Uhr.

Fast 200 Bundesliga- bzw. Erstligaspiele hat Gerald Krajic inzwischen in den Beinen. Mehr als 40 Treffer hat er in Bewerbspielen erzielt. Damit zählt der 28-jährige Wiener bei der Austria klarerweise zu den Routiniers und zu jenen Spielern, die nach drei Auftaktniederlagen das Ruder in die Hand nehmen soll. „Natürlich versuche ich, viel mit den jungen Spielern zu sprechen. Aber es hängt nicht nur an uns, sondern die Jungen müssen die Tipps auch aufnehmen“, bringt es Krajic auf den Punkt. Um gleich danach eine Lanze für die Mitspieler zu brechen. „Wir haben eine charakterlich tolle Mannschaft. Vielleicht sind wir aber ein bisschen zu brav. Da müssen wir zulegen.“

Erfolge bringen Selbstvertrauen

Die Auftaktniederlagen, vor allem die Pleite in Altach sind laut Krajic aufgearbeitet. Anhand von Videoanalysen wurden die eigenen Fehler aufgearbeitet. „Viele Kleinigkeiten sind zusammengekommen“, verrät Krajic und mahnt vor dem heutigen Spiel gegen St. Pölten: „Wenn wir die Fehler abstellen und ausgefuchster agieren, dann können wir einiges erreichen. Nicht nur gegen St. Pölten, sondern über das gesamte Spieljahr hinweg.“ Vorerst aber gelte es, das Selbstvertrauen wieder zu finden. Und das gehe am besten mit einem vollen Erfolg. Der Weg dorthin führt laut Krajic nur über Arbeit. „Mit den ersten drei Punkten geht dann vieles leichter“, ist der Offensiv-Allroundler überzeugt. Denn der gebürtige Wiener weiß: „Das erste Spiel hat uns nicht gut getan.“ Was er damit meint? „Eigentlich haben wir gut gespielt, aber alles lief gegen uns.“ Für ihn ist deshalb wichtig, zwischen den Spieltagen abzuschalten. Ein Rezept dafür hat Krajic in all den Jahren gefunden. „Keine Sportseiten lesen und - wenn es die Zeit erlaubt - die Klettersteige erkunden.“ Nicht zuletzt deshalb fühlt sich der Wiener im Ländle richtig wohl.

Hartberg wird ein hartes Spiel

Dennoch will der FC Lustenau den ersten Dreipunkter in dieser Saison einfahren. Alle Spieler fit, die lange Anfahrt gut verdaut. Als Trainer Hans Kogler gestern die Spieler zum Abschlusstraining in St. Magdalena bat, war bei den Blau-Weißen der Optimismus zu spüren. Wohl wissend, dass die heutige Partie gegen Hartberg ein harter Gang wird. „Ein fußballerischer Leckerbissen darf man sich nicht erwarten“, weiß Kogler. Vielmehr gelte es, den Kampf anzunehmen. „Aber vielleicht tun wir uns auswärts leichter.“ Seine Erwartung an die Spieler: „Wir müssen so auftreten, wie in der zweiten Halbzeit gegen Grödig.“ Dann sollte es endlich klappen mit dem ersten Saisonsieg.

Altach hat mit der Vienna noch eine Rechnung offen

Die cashpoint-Elf ist ohne Brenes, dafür erstmals mit Gatt nach Wien aufgebrochen. Als der Flieger gestern von Friedrichshafen abhob, fehlte bei cashpoint SCR Altach mit Jesus Brenes ein spanischer Legionär. Trainer Adi Hütter ließ seinen Mittelfeldspieler zu Hause, weil die Knieschmerzen nach dem Testspiel gegen Leverkusen nicht besser wurden. Den Platz des Spaniers nimmt erstmals in dieser Saison Joshua Gatt ein. Der 18-jährige US-Amerikaner zählt nicht nur für seinen Coach zu den schnellsten Spielern in der Liga. Große Umstellungen wird Hütter für das Spiel auf der Hohen Warte nicht vornehmen. „Es gibt auch keinen Grund dafür“, meinte er vor dem Abflug. Umso größer ist die Lust, die offene Rechnung mit der Vienna zu begleichen. „Vier Punkte haben sie uns gekostet“, erinnert sich Altachs Fußballlehrer. „Man kann durchaus sagen, dass sie für uns auf dem Weg zum Titel zum Stolperstein geworden sind.“

Wiener mit U-19-Held

Bei der Vienna ist erstmals in dieser Saison U-19-Teamspieler Mahmud Selim Imamoglu wieder dabei. Der Verteidiger war Mitglied der ÖFB-U-19-Auswahl, die sich bei der EM-Endrunde für die WM 2011 in Kolumbien qualifizierte. Nicht im Kader von Frenckie Schinkels ist der verletzte Pat­rick Kienzl.


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