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Griechenland will beim Sparen mehr Zeit

Das pleitebedrohte Griechenland will für die Sanierung seiner maroden Staatsfinanzen offenbar mehr Zeit als vereinbart. Ministerpräsident Samaras wolle das mit den internationalen Kreditgebern und der Europäischen Zentralbank (EZB) besprochene Sparprogramm erst bis 2016 umsetzen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes internes Dokument.

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Diesen Plan werde Samaras in der kommenden Woche der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Hollande präsentieren, hieß es. Die griechische Regierung hatte wegen der lahmenden Wirtschaft schon mehrfach einen Aufschub ins Gespräch gebracht. Merkel pochte jedoch am Mittwoch darauf, dass Griechenland seine Zusagen einhält.

Die bisherigen Vereinbarungen sehen vor, dass die Ausgaben der griechischen Regierung bis 2014 um 11,5 Milliarden Euro reduziert werden. Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Grundlage für Hilfen seien weiter die im "Memorandum of Understanding" getroffenen Vereinbarungen und Leistungen der Athener Regierung. "Und dieses gilt für uns." Dies entspreche auch der europäischen Haltung.

Neben der zeitlichen Streckung wollen die Griechen anscheinend auch über den Umfang diskutieren, heißt es der "FT" zufolge in dem Bericht. Zudem könnte die Budgetlücke demnach um bis zu 20 Milliarden Euro höher ausfallen als bisher bekannt. Die Griechen wollten das neue Loch allerdings ohne ein neues Hilfspaket stopfen.

Mehrere EU-Spitzenpolitiker - darunter auch Eurogruppen-Chef Juncker - hatten in den vergangenen Wochen bereits angedeutet, dass Athen mehr Zeit eingeräumt werden könnte. Allerdings soll es inhaltlich beim Sparprogramm keine substanziellen Zugeständnisse geben. Auch der deutsche Außenminister Westerwelle zeigte sich am Mittwoch erneut offen dafür, Griechenland etwas mehr Zeit zu geben.

Aber auch ein Aufschub des Rettungsprogramms wäre für die Helfer problematisch, weil dann vermutlich ein drittes Hilfspaket für Athen nötig würde. Am 22. August wird Juncker in Athen erwartet. Zwei Tage später will Samaras nach Berlin und Paris reisen, um mit den zwei stärksten Europartnern zu sprechen.

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