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Griechenland-Entscheidung weiter offen

Die deutsche Regierung rechnet mit keinen schnellen Entscheidungen über das Schicksal von Euro-Sorgenkind Griechenland. Es sei nicht zu erwarten, dass bei dem Treffen von Regierungschef Samaras mit Bundeskanzlerin Merkel an diesem Freitag (24.8.) "die großen Weichen gestellt und die wesentlichen Entscheidungen gefällt werden", betonte Regierungssprecher Seibert am Montag.

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Koalitionspolitiker hatten zuletzt wiederholt gefordert, Griechenland solle beim Verstoß gegen die Sparauflagen den Euroraum verlassen. Athen muss drastisch sparen, um im Gegenzug weitere Kredite der internationalen Helfer zu erhalten.

Ein Bericht der "Troika" von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) über die jüngsten Fortschritte wird frühestens im September erwartet. Die Troika gibt die nächste Tranche der Hilfsgelder frei, bis dahin hält sich Griechenland mit kurzfristiger Schuldenaufnahme über Wasser. Andernfalls droht die Staatspleite mit anschließendem Euro-Austritt.

Warten auf Troika-Bericht

"Die Basis für alle Entscheidungen für Griechenland liefert der Bericht der Troika, wenn er denn vorliegt, und zwar der ganze Bericht, keine Teilaspekte, keine Vorveröffentlichungen", betonte Regierungssprecher Seibert.

Eurogruppen-Chef Juncker hatte zuletzt in der "Tiroler Tageszeitung" betont, ein Euro-Austritt Athens sei nur ein Thema "im Fall einer totalen Verweigerung Griechenlands betreffend der Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen". Der luxemburgische Regierungschef hatte auch als erster EU-Spitzenpolitiker einen zeitlichen Aufschub bei den Auflagen für Athen in Spiel gebracht.

Treffen in Berlin

Montagmittag wollte zunächst der griechische Außenminister Avramopoulos in Berlin mit seinem deutschen Kollegen Westerwelle zusammentreffen, das Gespräch von Merkel und Samaras ist zum Ende der Woche geplant.

 

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