„Gratwanderung“ als Publikumsmagnet

Von Gemeindereporter Karin Stemer
Tamara Lunger, die Spitzenalpinistin, war erstmals zu Gast in Vorarlberg.
Tamara Lunger, die Spitzenalpinistin, war erstmals zu Gast in Vorarlberg. - © Foto: str
Es ist die zweite Auflage des Bergfestivals „Gratwanderung“, das am vergangenen Wochenende auf der Schrunser Kulturbühne stattfand. 

Nach dem grandiosen Erfolg und dem großen Interesse des Vorjahres gelang es den beiden Organisatoren Andreas Aczel und Jürgen Kuster auch in diesem Jahr namhafte Größen im Bergsport für „ihr“ Festival zu gewinnen. Den Anfang des überaus abwechslungsreichen drei Abende umfassenden Programm bildete die bekannte Freeriderin Lorraine Huber, die gekonnt mit Mathias Neustädter durch den Abend führte. Dabei gab es immer wieder Filmsequenzen, die so richtig Lust auf den Winter, das Skifahren aber auch Freeriden machten.

Grenzsituationen

Sie zeigten aber auch Grenzsituationen und nicht umsonst heißt das Bergfilmfestival „Gratwanderung“, da sich der mEnsch immer wieder auf einem schmalen Grat zwischen Risiko und Todesmut befindet. Auch Tamara Lunger, eine extreme Südtiroler Bergkletterin und erfahrene Bergsteigerin, zeigte bereits den Film „Tamara“ an diesem Abend. Am zweiten Abend gab es von Tamara Lunger dann den Vortrag „Reiz der Kälte“, in dem sie von verschieden Versuchen der Besteigung des einen oder anderen Achttausenders in Nepal berichtet. Doch auch sie verschweigt keineswegs in ihrer humorigen Südtiroler Art die Extremerfahrungen, in denen manchmal das Beten das einizige bleibt, was man tun kann. Den Abschlussabend gab es dann mit Hansjörg Auer, der bereits im letzten Jahr mit seiner spaßigen Art bei „Gratwanderung“ zahlreiche Besucher in den Bann zog. Doch trotz der lustig gehaltenen Vorträge zeigten alle Bergsteiger auch, was sie für unmenschliche Leistungen vollbringen, wenn sie Berge besteigen, die kaum von Flugzeugen angeflogen werden können, weil die Luft zu dünn ist.

Spitzenalpinisten

Oder wenn sie sieben Tage lang Schnee schaufeln, weil ein Wetterumsturz herrscht und das Basislager droht unter den Schneemassen unterzugehen. Offensichtlich kommt der Bergsport wieder auch bei zahlreichen Jugendlichen und jungen Leuten in Mode, denn zahlreiche Besucher konnten sich gut mit den „jungen Wilden“ der Bergszene identifizieren und lauschten gebannt den Ausführungen der Vortragenden, staunten über die wahnsinnigen Naturschönheiten in den Filmen oder amüsierten sich über auch mitunter lustige Szenen im Bergsteigerleben. Der Erlös des Bergfilmfestivals kommt der Nepalhilfe „Kulung“ des Bergsteigers Roland Mattle zugute.

 

 

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