GroupGroupCombined ShapePage 1Page 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Graffiti-Festival "Calle Libre": Urbane Ästethik mitten in Wien

Vom 9. bis 12. August 2017 findet das Calle Libre-Festival in Wien statt.
Vom 9. bis 12. August 2017 findet das Calle Libre-Festival in Wien statt. ©VIENNA.at (Symbolbild)
Bereits seit 2014 stellt Calle Libre neue künstlerische Tendenzen der Street Art und Urban Art ins Zentrum und lässt interaktive Kunstvermittlung in Form von Workshops, Diskussionsrunden und einer alternativen Stadtführung zu den Street Art-Hotspots von Wien stattfinden.
Graffiti am Wiener Donaukanal

Am 9. August wird die mittlerweile vierte Edition des Calle Libre-Festivals im Raum D des Museumsquartiers offiziell eröffnet und endet am 12. August mit einer “Block Party” im Emil Maurer Park in Rudolfsheim-Fünfhaus.

Boicut – Heimischer Künstler beim Graffity Festival

Boicuts Leidenschaft ist die Gestaltung der Fläche – nicht zwingend deren Eroberung. Ob er sich seine Malgrundlage selbst aussucht oder zur Verfügung gestellt bekommt, ist für ihn nachrangig. Der Wahlwiener ist einer von zwei heimischen Künstlern, die beim internationalen Festival für urbane Ästhetik, Calle Libre, von 9. bis 12. August in Wien eine Wand gestalten werden.

“Street Art/Urban Art etc. sind Labels, die meist von außen kommen. Ich – und ich glaube, da spreche ich im Namen vieler Künstler – erschaffe Sachen, weil es meine Leidenschaft ist, und nicht, um mich damit einem Lifestyle zuzuordnen”, sagte Künstler Boicut gegenüber der APA. Seine Wurzeln hat er in der Punk/Hardcore- und Skateszene.

Gefragt, warum er denn den öffentlichen Raum als Künstler beanspruchen wolle, antwortete der 34-Jährige, dass es ihn freue, wenn Leute, die normalerweise nicht viel mit Kunst zu tun hätten, die Möglichkeit bekämen, sich mit seiner Arbeit auseinanderzusetzen. Wandgestaltung sei aber heute nicht mehr sein vorrangiges Medium, er male Wände fast ausschließlich im Rahmen von Festivals oder auftragsbezogen. “Nachdem ich dieses Jahr schon viele kleinere Arbeiten auf Papier und Leinwand gemacht habe und die meiste Zeit in meinem Atelier verbracht habe, ist die Wand im Rahmen des Calle Libre Festivals eine willkommene Abwechslung. Ich liebe es, auf großen Formaten zu arbeiten.”

In seinen Bildern verarbeite er Erlebtes und füge es zu einer Komposition zusammen – in einer Sprache, die er über die Jahre entwickelt habe. “Für mich ist es eine Art Therapie – im positivsten Sinn. Manchmal ist es konkreter und es lassen sich Formen erkennen, manchmal halte ich es sehr abstrakt. Es ist mir wichtig, dem Betrachter Interpretationsspielraum zu überlassen. Ich bin von ganz alltäglichen Formen und Dingen inspiriert und finde es spannend, diese in den Fokus zu rücken”, erklärt der in Niederösterreich geborene Künstler.

Street Art und Graffity in Wien

Internationale Parallelen gäbe es bei der Belebung und Gentrifizierung von Stadtteilen, die ihren Anfang mit dem Auftauchen von Street Art und Graffiti nähmen. Das beste Beispiel in Wien sei der Wiener Donaukanal, so Boicut. Gefragt, wie er zu Taggern stehe und ob diese sich durch einen künstlerischen Anspruch rechtfertigen könnten, antwortete er, dass er dies weniger als Kunstform, sondern mehr als Spiel innerhalb einer gewissen Szene sähe. “Grundsätzlich hat es auf jeden Fall seine Berechtigung. Gerade war ich in Barcelona, wo nahezu jeder Rollladen angemalt ist. Darunter gibt es viele Tags, was auf mich sehr erfrischend gewirkt hat. Für visuelle Menschen dienen sie auch als Orientierungshilfe. Schwierig wird’s, wenn denkmalgeschützte Gebäude getagt werden. Aber diese Bauten werden im Normalfall respektiert und verschont, was ich gut finde.”

Boicut und Peter Phobia liefern den heimischen Beitrag zu Österreichs größtem Street Art Festival. Sie und acht weitere Kunstschaffende aus Holland, Frankreich, Spanien, Uruguay und Argentinien werden während des Festivals Wandflächen im öffentlichen Raum gestalten. “Ziel des Festivals ist es, den öffentlichen Raum als eine Sphäre der Mitgestaltung und Partizipation zu präsentieren,” erklärte Festivalkuratorin Laura Schützeneder in einer Aussendung.

(APA/Red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  1. VOL.AT
  2. Kultur
  3. Graffiti-Festival "Calle Libre": Urbane Ästethik mitten in Wien
Kommentare
Noch 1000 Zeichen