Symbolfoto - © Bilderbox Und überall die selbe Auskunft. „Derzeit ist kein Gold verfügbar.“ Einige bieten die Möglichkeit an, jetzt zu bestellen und garantieren den Goldkurs mit Bestelldatum unabhängig vom Liefertermin. Andere wiederum winken ab, der Goldhandel sei derzeit eingestellt.
Lieferprobleme
Mit Beginn der Finanzkrise hat ein wahrer „Run“ auf das Edelmetall begonnen. Auch in Vorarlberg. Schon am Freitag vor einer Woche hatten die ersten Banken im Ländle Lieferschwierigkeiten. Seit gestern ist Gold praktisch ausverkauft. Lagerbestände gibt es hierzulande kaum mehr. Mit einer Ausnahme. Die Bank Austria hat noch Goldmünzen. Unter anderem gebe es noch Philharmoniker, so Direktor Raimund Schreier auf „VN“-Anfrage. Österreichweit sind die Philharmoniker-Käufe um 230 Prozent gestiegen. Die „Münze Österreich“ kommt mit der Produktion nicht mehr nach. Dass die Nachfrage nach Sachwerten in Krisenzeiten sehr groß ist, überrascht den unabhängigen Finanzexperten Markus Salzgeber nicht. Dennoch gibt er keine Empfehlung für den Kauf von Gold ab. „Langfristig gesehen ist es keine besonders gute Anlage“, so Salzgeber. Zudem hätte der Goldpreis in den dramatischen Tagen deutlich mehr ansteigen müssen. Ein Plus von 100 Dollar die Unze in einer Woche sei angesichts der Börsentalfahrt nicht besonders viel. „Wer schon vor 2002 Gold gekauft hat, der sollte jetzt die Gewinne realisieren“, so der Finanzexperte weiter. Derzeit Gold zu kaufen, mache wenig Sinn. Der Kurs sei zu hoch. „Wenn sich die Lage wieder entspannt, dann wird auch der Goldkurs wieder sinken.“ Wenn Krisenstimmung herrscht, steigt die Nachfrage nach Gold. „Für viele Kunden ist Gold ein sicherer Hafen“, so Raimund Schreier (Bank Austria). Bei der Hypobank, so Herbert Nils, rät man Kunden längst, fünf bis 10 Prozent ihres Vermögens in Gold anzulegen. Nur ist es eben derzeit nicht ganz so einfach, weil Gold im Ländle praktisch ausverkauft ist.