Die AK warnt vor Gewinnspielabzocke - © Bilderbox
Quasi „freikaufen“ könne man sich durch drei Karten zu je 100 Euro der anonymen Bezahlmethoden UKASH oder Paysafe, die es im Handel zu kaufen gebe. Einmal mehr wird auch behauptet, mit der Arbeiterkammer bzw. dem Konsumentenschutz zusammen zu arbeiten. „Das ist vollkommener Humbug. Lassen Sie sich nicht einschüchtern und zahlen Sie nicht“, rät AK-Konsumentenschützerin Sandra Leichte.
Zuletzt wandte sich eine Konsumentin aus Satteins an die AK-Konsumentenberatung, die von den Abzockern belästigt worden war. Ihr wurde vorgeworfen, sie habe vergessen, zwei Gewinnspiele zu kündigen, an denen sie teilgenommen habe. Dafür wollte man ihr angeblich 1200 Euro vom Konto abbuchen. Er, der freundliche Herr am Telefon, habe das gerade noch verhindern können, weil er in der Buchhaltung des involvierten Inkassobüros arbeite.
Die Konsumentin könne sich aber „freikaufen“, wenn sie 300 Euro an das Inkassobüro bezahlt. Dazu solle sie im Handel, bei der Post oder bei einer Trafik drei Wertkarten á 100 Euro für die anonymen Bezahlmethoden UKASH oder Paysafe kaufen, auf den neuerlichen Anruf des freundlichen Herrn warten und ihm den 7-stelligen PIN-Code der Gutscheine durchgeben. Dann sei die Angelegenheit erledigt, die Konsumentin gesperrt – und das Geld futsch. Sie würde dann auch keine weiteren Gewinnspielzusendungen mehr erhalten. Schließlich arbeite man mit der Arbeiterkammer und dem Konsumentenschutz zusammen. Das ist natürlich Schwachsinn, aber es funktioniert, denn die Konsumenten zahlen oft aus Angst vor möglichen Repressalien.
Wie der Wiener Verein zur Prävention gegen unerlaubte Werbeanrufe und Telefonbetrug VPT mitteilt, werden Konsumenten von den Abzockern oft tagelang angerufen, bis die Opfer weichgeklopft sind. „Lassen Sie sich nicht einschüchtern und zahlen Sie nicht! Wenden Sie sich an die AK-Konsumentenberatung oder erstatten Sie Anzeige“, rät AK-Konsumentenberaterin Sandra Leichte abschließend.