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Metaller-Gewerkschafter zeigen sich bei Lohnverhandlungen kämpferisch

Nulllohnrunde kommt für Vorarlberger PRO-GE und GPA-DJP nicht in Frage.
Nulllohnrunde kommt für Vorarlberger PRO-GE und GPA-DJP nicht in Frage. ©GPA
Nach den gescheiterten Lohnverhandlungen für die rund 130.000 Beschäftigten in der Metallbranche in Österreich (13.000 in Vorarlberg) haben die Arbeitnehmervertreter von der PRO-GE und der GPA-DJP heute auf einer Betriebsrätekonferenz einstimmig eine Resolution mit Forderungen und Protestmaßnahmen abgesegnet.

„Die Voraussetzungen für eine Lohnerhöhung waren noch nie so gut wie heuer“, betonte der PRO-GE- und ÖGB-Landesvorsitzende Norbert Loacker vor rund 50 Betriebsräten. „Daher ist es völlig unverständlich, dass die Verhandler auf Arbeitgeberseite so auf der Bremse stehen und sogar eine Nulllohnrunde fordern“, kritisierte GPA-DJP Geschäftsführer Bernhard Heinzle.

Bei der Betriebsrätekonferenz haben PRO-GE Landesvorsitzender Norbert Loacker und GPA-DJP Geschäftsführer Bernhard Heinzle die rund 50 anwesenden Betriebsräte über den Status Quo aufgeklärt. Die dritte Verhandlungsrunde ist aus Sicht der Gewerkschafter geplatzt, nachdem die Arbeitgeberseite lediglich eine Nulllohnrunde ohne Inflationsabgleich angeboten habe.

„Damit wollen sie nur ihren Unmut kundtun, weil sie beleidigt sind, dass wir den Mindestlohn und eine Angleichung der Rechte von Arbeiter und Angestellten im Nationalrat durchgebracht haben“, versucht Loacker eine Erklärung zu finden.

“Sachliche Diskussion” eingefordert

„Dass der Nationalrat die beiden Beschlüsse gefasst hat, ist für einige Wirtschaftsvertreter vielleicht nicht erfreulich – das ist aber kein Grund, dass es keinen Kollektivvertragsabschluss geben soll,“ forderte GPA-DJP Geschäftsführer Bernhard Heinzle von den Arbeitgebervertreter zurück zu einer sachlichen Diskussion zu kehren.

Kein Verständnis für “Nulllohnrunde”

Heinzle ärgert es: „dass es nicht möglich ist, nach drei Runden zu einem fairen Abschluss zu kommen. Es ist jedes Jahr das gleiche mühselige Prozedere.“ Völlig unverständlich ist für Heinzle auch, „dass die Arbeitgebervertreter ernsthaft eine Nulllohnrunde vorgeschlagen haben. Die Inflationsrate ist hoch und die Wirtschaft brummt, wie die Unternehmer ja selbst sagen. Es muss also eine ordentliche Lohnerhöhung geben“, fordert Heinzle.

Protestmaßnahmen: Auch Vorarlberg würde sich beteiligen

Die Gewerkschafter haben eine Resolution verabschiedet, in der sie nochmal ihre Forderungen festgehalten haben: 4 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie weitere Verbesserungen bei der Vergütung von Dienstreisen, Nachtzulagen und Lehrlingen. Am kommenden Montag, 30. Oktober, ist die vierte Verhandlungsrunde angesetzt. Sollte es wieder keine Einigung geben, haben die Arbeitnehmervertreter österreichweite Betriebsversammlungen angekündigt. An den Protestmaßnahmen werde man sich auch in Vorarlberg beteiligen, kündigten Loacker und Heinzle an.

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