Auch heuer hätten bereits viele Bauarbeiter ihre Arbeit wegen Schwächeanfällen oder Kreislaufproblemen einstellen müssen. Muchitsch plädiert für eine klare Regelung puncto Temperaturen, die aus seiner Sicht “durchaus vertret- und leistbar” wäre. Ab 35 Grad sollen Bauarbeiter hitzefrei bekommen.
In den vergangenen fünf Jahren habe es österreichweit im Schnitt drei Tage mit 35 Grad oder mehr gegeben, und dies ausschließlich am frühen Nachmittag, argumentiert die Gewerkschaft. Die derzeitige Regelung, wonach die Arbeitsbedingungen “zumutbar” sein müssen, sei nicht zufriedenstellend, hieß es zur APA. “Die Entscheidung liegt jetzt bei den Verantwortlichen vor Ort.”
Sozialminister Hundstorfer sprach sich am Montag für “individuelle Regelungen” bei Hitzeerleichterungen am Arbeitsplatz aus. Es sei zum Beispiel auch möglich, Gratiswasser zu verteilen oder längere Pausen zu machen, wenn das technisch auf Baustellen möglich ist. Grundsätzlich verstehe er die Forderung nach Hitzefrei, eine Generallösung sei aber nicht ideal. Man müsse jede Berufsgruppe unterschiedlich sehen, daher seien individuelle Lösungen das Vernünftigste, sagte der Minister am Rande einer Pressekonferenz.
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