Gewerkschaft erwartet verschärften Lehrermangel

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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In der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) rechnet man mit einer Zunahme des Lehrermangels wegen der Verschärfungen bei der Hacklerregelung ab 2014. "Alle Lehrer, die irgendwie gehen können, werden gehen", hieß es aus der GÖD zur APA.

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Jürgen Rainer von der Lehrergewerkschaft rechnet damit, dass alle bis 1953 geborenen Bundeslehrer versuchen werden, noch unter die derzeitige Regelung zu fallen.

Ministerium teilt Besorgnis nicht

Im Unterrichtsministerium beruhigt man unterdessen: "Durch steigende Studierendenzahlen an den Pädagogischen Hochschulen wird es in den nächsten drei, vier Jahren keine gröberen Verschärfungen geben." Derzeit können Bundeslehrer mit 60 (Männer) bzw. 55 (Frauen) die Hacklerregelung in Anspruch nehmen, wenn sie 40 einbezahlte Jahre nachweisen können - wobei Studienzeiten ab dem 18. Lebensjahr nachgekauft werden können.

Flucht vor Anhebung des Pensionsalters

Ersatzzeiten werden ab 2014 überhaupt nicht mehr angerechnet, und das Antrittsalter für die Hacklerpension wird um zwei Jahre auf 62 für Männer und 57 für Frauen angehoben. Schätzungen, welches Ausmaß die erwartete Flucht in die Hacklerpension erreichen könnte, gibt es keine. Das Ansuchen um Versetzung in den Ruhestand geht nämlich an den jeweiligen Landesschulrat, einen bundesweiten Überblick hat man in der Gewerkschaft deshalb nicht.

In der Steiermark erwartet Rainer, der dort im Fachausschuss beim Landesschulrat sitzt, "fast eine Verzehnfachung". Dort seien nämlich viele Schulen in den 1970ern gegründet und Junglehrer angestellt worden, "die werden jetzt gemeinsam alt".

In seinen Prognosen geht das Unterrichtsministerium davon aus, dass der Höhepunkt der Pensionswelle zwischen 2016 und 2018 zu erwarten ist. In diesem Zeitraum sollen jährlich um die 4.200 Lehrer in den Ruhestand gehen. Insgesamt wird bis 2025 die Hälfte der Lehrer in Pension gehen.

(APA)

 

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