Geschäftslage der Vorarlberger Industrie auf leicht niedrigerem Niveau

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Geschäftslage der Vorarlberger Industrie auf leicht niedrigerem Niveau
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Die Vorarlberger Industrie bewertet ihre aktuelle Geschäftslage zwar auf leicht niedrigerem Niveau als zuletzt, die Entwicklung der Industrie-Konjunktur aber ist robust.

Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage (erstes Quartal 2017) hervor, die am Donnerstag präsentiert wurde. Zunehmende Herausforderungen sind der Fachkräftemangel und starke Schwankungen der Rohstoffpreise.

Weniger Aufträge

Die aktuelle Geschäftslage wurde von 60 Prozent der 45 befragten Unternehmen mit rund 23.800 Beschäftigten als gut beurteilt. Lediglich für ein Prozent war sie schlecht. Der daraus folgende Saldo von plus 59 Prozentpunkten lag aber sieben Punkte hinter dem entsprechenden Saldo aus dem vierten Quartal 2016 zurück. Ein ähnliches Bild ergab sich bei der Geschäftslage in einem halben Jahr (20; 24), beim aktuellen Auftragsbestand (aktueller Saldo: 57; viertes Quartal 2016: 62), bei den Auslandsaufträgen (62; 68) und der aktuellen Ertragssituation (39; 50).

Folglich widerspiegelte auch der Geschäftsklimaindex (der Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslage und der Einschätzung der Geschäftslage in sechs Monaten – er bewegt sich auf einer Skala von minus 100 bis plus 100) – das gesunkene Niveau bei der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage. Er fiel von 45,40 Punkten im vierten Quartal 2016 auf nunmehr 39,60 Punkte im ersten Quartal 2017. Das bedeutete aber immer noch den dritthöchsten Wert seit Jahresbeginn 2014.

Keine Veränderung bei Beschäftigten

Optimistischer als zuletzt bewerteten die Unternehmen die Produktionstätigkeit in drei Monaten (41; 29), die Produktionskapazität in drei Monaten (41; 35) und auch die Ertragssituation in einem halben Jahr (3; -10). Die Entwicklung der Verkaufspreise in drei Monaten wurde weniger negativ gesehen als im vierten Quartal 2016 (-19; -28), praktisch keine Veränderung gab es bei der Einschätzung des Beschäftigtenstands in drei Monaten (32; 33).

Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, bereitete bei der Interpretation der Ergebnisse insbesondere der Fachkräftemangel Sorge. “Die gute Geschäftslage macht es den Betrieben möglich, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, wenn sie denn zu bekommen sind”, betonte er. Die bisher an den Schulen ergriffenen Maßnahmen würden zu wenig greifen, nach wie vor fehlten vielfach grundlegende Kompetenzen.

Die Situation bei den Rohstoffpreisen werde wohl weiterhin sehr wechselhaft bleiben. “Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist unsicher und unberechenbar wie lange nicht”, sagte Amann, der speziell auf die Bedeutung der EU hinwies. “Ein Mehr statt ein Weniger und ein starkes Europa sind gefragt”, stellte er fest. Die Vorteile von über 60 Jahren Frieden, 25 Jahren Binnenmarkt, 15 Jahren Euro und der Wiedervereinigung Europas seien unbestreitbar.

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