Österreich fehlt nach Davis-Cup-Tag eins nur noch ein Punkt

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Melzer gewann in vier Sätzen
Melzer gewann in vier Sätzen - © APA (EXPA/Pucher)
Österreichs Tennis-Herren führen nach den beiden Auftakt-Einzeln des Davis-Cup-Länderkampfs gegen Rumänien erwartungsgemäß mit 2:0.

Zunächst besiegte Gerald Melzer am Freitag vor 3.500 Zuschauern (ausverkauft) in Wels Dragos Dima mit 6:1,6:1,3:6,6:1. Im Anschluss wurde auch Dominic Thiem seiner klaren Favoritenstellung gerecht und schlug Bogdan Borza glatt mit 6:2,6:2,6:4.

Doppel als größte Hürde

Thiem, immerhin Weltranglisten-Siebenter, war im Play-off der Europa-Afrika-Zone I gegen die Nummer 707 im ATP-Ranking, den 20-jährigen Borza, mehr als eine Nummer zu groß. Österreich fehlt damit gegen Rumänien nur noch ein Punkt zum Sieg, der am Samstag im Doppel geholt werden soll. Thiem spielt an der Seite des Doppelspezialisten Philipp Oswald gegen US-Open-Doppel-Champion Hora Tecau und Nicolae Frunza um den nötigen dritten Punkt zum Klassenerhalt. Das Doppel der Gäste galt aber schon vor Beginn des Länderkampfs als die größte Hürde für Thiem und Co.

“Schlechtes Aufschlagspiel”

“In erster Linie bin ich mal froh, den ersten Punkt für Österreich geholt zu haben”, sagte ein erleichterter Gerald Melzer nach seiner Heim-Premiere im Davis Cup. “Ich bin sehr gut ins Match gestartet, habe ihn sehr dominiert. Ich glaube, dass er die ersten zwei Sätze relativ hilflos war”, sagte der Weltranglisten-133. Im dritten Satz habe Dima dann lockerer drauflos gespielt und weniger Fehler gemacht. “Ich habe dann ein schlechtes Aufschlagsspiel dabeigehabt.”

Vor ausverkauftem Haus erstmals für Österreich einzulaufen war ein Höhepunkt für Gerald Melzer. “Das war natürlich unglaublich. Ich hatte noch nie einen Einsatz zu Hause. Es ist etwas sehr Spezielles, wenn die Leute hinter einem stehen.”

Ganz einverstanden dürfte Gerald Melzer nicht damit gewesen sein, dass nicht alle Team-Mitglieder gleichzeitig in Wels angereist sind. “Ich war am Montag da”, betonte er. Dominic Thiem, der am Dienstag noch ein Fußball-Match mit seiner Amateurmannschaft gespielt hatte, und Sebastian Ofner waren erst am Mittwoch zum Team gestoßen.

Auf die Frage, ob die spätere Anreise für Unruhe im Team gesorgt habe, meinte Melzer: “Dazu möchte ich jetzt nichts sagen.” Um dann doch zu ergänzen: “Soll jeder seine eigene Meinung dazu haben, ob man am Dienstag Fußball spielt oder nicht oder wann man zum Davis Cup dazustoßt. Ich bin froh, dass Dominic jetzt da ist.”

Klarer Favorit

Im Anschluss daran war Österreichs Nummer eins bzw. die Nummer sieben der Welt gegen Bogdan Borza klarer Favorit. Borza ist gar nur 707. im ATP-Ranking und gibt wie Dima in Oberösterreich sein Davis-Cup-Debüt.

Geralds Bruder Jürgen Melzer wurde im Rahmen des Davis-Cup-Länderkampfs für seinen langjährigen Einsatz im Davis Cup vom internationalen Tennisverband (ITF) mit dem Commitment Award ausgezeichnet. Spieler, die zumindest 40 Partien gespielt haben, erhalten diese Auszeichnung. Melzer ist österreichischer Rekordspieler, hat 33 Länderkämpfe bzw. 72 Spiele (Gesamt: 32 Siege, 40 Niederlagen/Einzel: 21:29 – Doppel: 11:11) bestritten.

“Ich war als kleiner Bub schon sehr euphorisch. Es gibt nichts, was drüber geht, für sein Land die Dress überzustreifen. So habe ich meine Tenniskarriere gelebt. Wir haben geweint, wir haben gelacht, es war etwas, was ich für mein restliches Leben nicht vergessen werde”, meinte Jürgen Melzer auf dem Center Court. Er habe kein einziges Mal im Davis Cup gefehlt, weil er nicht gewollt habe, sondern nur, wenn er verletzt gewesen sei. Das ist Melzer auch aktuell, er wird in den nächsten Wochen entscheiden, ob er sich am linken Ellbogen doch operieren lassen muss.

(APA)

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