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Frido Mann liest im Salomon Sulzer Saal

Frido Mann, ein Mann mit Geschichte!
Frido Mann, ein Mann mit Geschichte! ©Pezold
Hohenems. Um 20.00 Uhr am Dienstagabend füllte sich der Salomon Sulzer Saal mit einer Gesellschaft literarisch Interessierter. Frido Mann, Enkelsohn Thomas Manns, hatte sich zur Lesung aus seinem Buch „Mein Nidden“ angesagt.

Evelyn Brandt vom Literaturhaus Schanett, hatte es geschafft, den vielbeschäftigten  Autor nach Hohenems einzuladen.

 

Musikalische Begrüßung

Mit Regina Florey (Violine) und Yukie Togashi (Klavier) und dem Musikstück „ 2. Satz Allegretto espressivo alla Romanza“ aus der Sonate Op. 45 in c-moll von Evard Grieg, das sich Frido Mann als Einleitung gewünscht hatte, wurde der literarische Abend gebührend eröffnet. Leonhard Paulmichl, als Beirat des Literaturhauses Schanett begrüßte den Autor und zitierte Frido Mann: „Ich bin ein Geschädigter der Mannschen Familiengeschichte!“ Deshalb hatte er zu Anfang auch mit Literatur nichts zu schaffen, studierte Musik in Zürich und Rom, dann katholische Theologie. „Frido Mann hat aus seinem Leben etwas gemacht, betonte der Sprecher des Literaturhauses. Markus Keel, Honorarkonsul der Republik Litauen in Liechtenstein, sprach über den Freiheitskampf in Litauen, wo Fridos Nidden liegt und beendete seine Rede damit, dass er allen ein „kleines Nidden“ wünschte.

Die Kurische Nehrung

Quer durch sein Buch las Frido Mann Ausschnitte vor und versuchte, den Zuhörern seine eigenen und die Erlebnisse seiner Familie in Nidden, nahe zu bringen. So eindrücklich erzählte er vom Tal der Stille, den Dünen, den Fischern und dem sich rot färbenden Himmel, dass der Zuhörer glauben konnte, er befände sich in der Kurischen Nehrung, jenem Landstreifen, der das Kurische Haff von der Ostsee trennt. Schon Großvater Thomas Mann, der 1929 erstmals Nidden, den litauischen Grenzort entdeckte, erkannte den besonderen Zauber der Landschaft um Nidden, wo er schließlich sein Sommerhaus auf dem „Schwiegermutter-Hügel“ erbaute, eingehüllt von nördlicher Frische und italienischem Flair.

Der Zahn der Zeit

So schön die Sommer in Onkel Toms Hütte, wie das Sommerhaus von den Einheimischen genannt wurde, auch waren, 1932 verließen die Manns Nidden und kehrten niemals zurück. Göring nahm das Haus 1939 in Beschlag und danach noch viele andere, bis es endlich seiner Bestimmung zugeführt wurde und ein heute als literarischer Treffpunkt dient. Frido Mann verarbeitet die Geschichte der berühmten Familie und seine eigene auf denvielen Streifzügen durch die Kurische Nehrung, wo er in „seinem Nidden“ der Vergangenheit ein Gesicht gibt.

Im abschließenden Autorengespräch bedankt sich Frido Mann bei Evelyn Brandt: „Ich habe durch meine Großeltern mütterlicherseits Wurzeln nach Hohenems und freue mich sehr, heute hier zu sein!“ Wer sich Nidden und damit der Mannschen Geschichte nähern wollte, konnte an Ort und Stelle Fridos Buch erwerben. Wie Heinrich Heine sagte: „Von allen Welten die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.

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