16. Februar 2012 10:12; Akt.: 16.02.2012 10:12

Ein Vierteljahrhundert Stadtstraße

Seit 25 Jahren rollt der Durchzugsverkehr über die Dornbirner Stadtstraße. Seit 25 Jahren rollt der Durchzugsverkehr über die Dornbirner Stadtstraße. - © Josef Hagen
von Josef Hagen -

Neue L 190 machte den Weg frei für die Dornbirner Fußgängerzone.

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Dornbirn. Als vor 25 Jahren die Stadtstraße eröffnet wurde, schlug auch die Geburtsstunde der Fußgängerzone rund um St. Martin. Sie ist heute das Herz der Stadt. Und in wenigen Wochen, wenn die Temperaturen angenehmer werden, wird der Marktplatz wieder zum Treffpunkt. Es war ein langer Weg zur verkehrsfreien Zone in der Dornbirner Innenstadt. Voraussetzung war der Bau der neuen L 190, deren Trasse schon Jahrzehnte vorher festgelegt wurde. Immer wieder wurde der Spatenstich verschoben, da sich Politiker und auch Bürger uneinig über die Dimension des neuen Verkehrsweges waren.

Vor allem spießte es sich an der Straßenbreite. Schließlich einigte man sich unter Bürgermeister Rudi Sohm auf einen Kompromiss und entschloss sich für einen zweispurigen Ausbau. Im September 1987 rollte der Verkehr erstmals über die Stadtstraße. 2008 erfolgte der erste große Umbau, verbunden mit dem Bau der Stadtgarage mit Anbindung an die Fußgängerzone. „Durch den Bau einer neuen Tiefgarage wurde das Stadtzentrum besser erreichbar und damit gestärkt“, ist Verkehrsstadtrat Gebhard Greber überzeugt, dass es richtig war, die „Jahrzehntchance“ zu ergreifen und im Untergrund neue Parkplätze zu schaffen.

Knotenpunkt
Bald nach der Eröffnung begann die Stadt mit dem Bau der Fußgängerzone, auf die heute niemand mehr verzichten möchte. Die Marktstraße und die Riedgasse, durch die sich vor der Eröffnung der Stadtstraße der Durchzugsverkehr zwängte, konnten rückgebaut werden, der Marktplatz wurde neu gestaltet und am 30. Juni 1989 von den Spaziergängern, den Marktfahrern und Veranstaltern in Besitz genommen.
Noch erinnern sich viele Dornbirner an die Zeiten, als der Marktplatz der Hauptverkehrsknotenpunkt der Messestadt war. Unvergessen auch die „händische“ Verkehrsregelung durch die Stadtpolizisten. Der letzte diensthabende Polizist auf der Marktplatzkreuzung war Hugo König. Er stieg im September 1987, als die Stadtstraße in Betrieb ging, zum letzten Mal aufs Podest.
Text: Josef Hagen



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