In ihr Maturaprojekt ließen die Schülerinnen auch die vielen Eindrücke aus Indien einfließen. - © cth HTL Schülerinnen beeindrucken mit Maturaprojekt.
Dornbirn. Hanno Platzgummer in einer Kurta und indisches Flair mitten im Stadtmuseum in Dornbirn? Anlass für diese Verwandlung bot vergangene Woche die Projektpräsentation der HTL-Maturantinnen Anna Hirschbühl, Laura Barta und Lisa Schmidinger. Die drei jungen Damen hatten sich für ihre Diplomarbeit die Aufgabe gestellt, europäische und indische Mode gekonnt zu vereinen. Inspiration dazu holte sich das Trio bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in den letzten Sommerferien.
“Die Idee zu unserem Maturaprojekt war neben dem kreativen Aspekt auch etwas Wohltätiges zu tun und eine andere Kultur in unsere Näharbeiten mit einfließen zu lassen”, erklärt Anna Hirschbühl. Gewappnet mit einem Dutzend Unterhosen (diese sind Mangelware bei den indischen Kindern) machten sich die Mädchen auf nach Indien, um im Waisenhaus “Daddy Home” gemeinsam mit den Bewohnern des Heims zu nähen. Neben den vielen modischen Eindrücken und Berge an Stoffen, brachten die Schülerinnen vor allem aber auch reichlich an persönlichen Erfahrungen mit. HTL Direktor Mag. Herbert Hug blickte letzten Donnerstag auf jeden Fall voller Stolz auf seine Schülerinnen, angesichts der vorgestellten Diplomarbeit. Viel Freizeit wurde dafür geopfert – zig Stunden an der Nähmaschine und im Textilarchiv. “Wie jedes Jahr, haben wir wieder eine tolle Unterstützung durch Herrn Platzgummer erfahren, mit dem wir immer eine gute Zusammenarbeit erleben”, betonte Fertigungstechniklehrerin Annemarie Prirsch.
Das Endergebnis konnte sich sehen lassen. “Es war manchmal schon eine Herausforderung, eine gute Kombination zu schaffen und auch die indischen Kleiderregeln zu berücksichtigen. Diese unterscheiden sich doch gravierend von unserer Abendmode”, so Laura Barta. Anhand einer Demonstration mit Frau Prirsch, zeigten die Schülerinnen, wie man z.B. einen Sari richtig wickelt und sich darin bewegt. Die vielen Recherchen und Arbeitsstunden haben sich gelohnt und die jungen Nachwuchsdesignerinnen durften sich über reichlich anerkennenden Applaus freuen.