Afrikanische Klänge am Spielboden

Von Gemeindereporter Beate Rhomberg
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Fatou überzeugte nicht nur mit ihrer Stimme sondern auch mit ihrer Ausstrahlung. Fatou überzeugte nicht nur mit ihrer Stimme sondern auch mit ihrer Ausstrahlung. - © Beate Rhomberg
Fatoumata Diawara brachte das Publikum am ausverkauften Spielboden zum Tanzen.

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Dornbirn. So viele Leute hatte man an einem Dienstagabend wohl schon lange nicht mehr am Spielboden gesehen, wie vergangene Woche, als die Schlange an Leuten, die versuchten noch die letzten Karten für das Konzert von Fatoumata Diawara zu bekommen, bis weit vor die Tür reichte. Die Band ließ ihr Publikum nicht lange warten und die sympathische, junge Sängerin aus Mali zog ihre Fans, nicht zuletzt mit ihrer Ausstrahlung und ihrem fröhlichen Temperament, von der ersten Minute an in ihren Bann. Gemischter hätte das Publikum im Großen Saal des Spielbodens kaum sein können.

Wurzeln in Mali
„Von der gefeierten Schauspielerin zur begnadeten Sängerin“, hieß es in den Ankündigungen zum Konzert, denn die 1982 geborene Fatoumata Diawara, die kurz einfach nur Fatou genannt wird, debütierte bereits im Alter von 14 Jahren im Film „Taafe Fangan“, wo ihr großes Talent endgültig entdeckt wurde. Es folgten einige bekannte afrikanische Filmproduktionen in denen sie mitwirkte.  Ab 2002  tourte sie über sechs Jahre mit dem berühmten  französischen „Royal Deluxe Theater“ durch die Welt und überzeugte als Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin. Ihre Kindheit verbrachte die Künstlerin an der Elfenbeinküste und zog erst im Alter von zwölf Jahren nach Mali, um ihre Wurzeln zu finden.

Wassoulou Folk
Das Musical „Kirikou et Karaba“ war für sie der Einstieg in eine erfolgreiche Gesangskarriere. Buena Vista-Produzent Nick Gold spielte dabei keine unwichtige Rolle. Der Mann der schon den Buena Vista Social Club weltberühmt machte, erkannte auch in Fatoumata Diawara sofort das Potential. Ihren Stil, der sie mittlerweile unverkennbar macht und sich auch durch ihr Debütalbum „Fatou“ zieht, nennt sie „Wassoulou Folk“. Eine Mischung aus traditionellen Klängen der Wassoulou mit Einflüssen von Soul, Funk, aber auch Jazz und Blues. Das Publikum am Spielboden konnte sich davon schnell ein Bild machen. Das Konzert begann noch etwas ruhig, wurde aber mit der Zeit immer tanzbarer und rhythmischer. Die Fans klatschten mit, schafften es ab und zu trotz der fremden Sprache ein paar Brocken aufzufassen und mitzusingen und ließen sich von der Bewegungsfreude der Frontfrau sosehr anstecken, dass am Ende sogar Leute aus dem Publikum auf der Bühne standen um mitzutanzen.

Frauenrechte in Afrika
Obwohl die Texte der Sprache wegen nicht verständlich waren, konnte man an Fatous Ansagen zwischen den Songs schnell erkennen, dass es darin hauptsächlich um die Rechte der Frauen in Afrika geht. Die Sängerin, die mittlerweile in Paris lebt, hat zu diesem Thema, das sie am eigenen Leib erfahren hat, einiges zu sagen: Es geht um Emanzipation, der Suche der Jungen Malis nach ihrem Platz in der Welt und um Beschneidungen.

Zwei Zugaben
Tosender Applaus und zwei Zugaben waren ein schöner Abschluss des Abends, den die Band, der das Konzert sichtlich Spaß gemacht hat, am Spielboden nach dem Konzert gemütlich ausklingen ließ und die Fans mit Autogrammen versorgte.

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