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Gedenken zum 11. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September

Gedenken zum 11. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September © EPA
Gedämpftes Gedenken am elften Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001: Anders als im vergangenen Jahr blieben die Politiker bei der Hauptzeremonie in New York im Hintergrund. Präsident Barack Obama legte am Pentagon in Washington einen Kranz nieder und sagte, die USA seien heute “sicherer und stärker” als vor elf Jahren.

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Wie in jedem Jahr verlasen Hinterbliebene bei der Gedenkveranstaltung am sogenannten Ground Zero in New York die Namen der fast 3000 Opfer von 9/11 – unterbrochen von Schweigeminuten zu den Uhrzeiten, an denen die beiden Passagierflugzeuge in das World Trade Center rasten sowie die Zwillingstürme einstürzten. Die Veranstaltung fand vor der Kulisse der fast fertiggestellten Neubauten des World Trade Centers statt.

Anders als bei der großen Gedenkfeier zum zehnten Jahrestag standen am Dienstag in New York keine Reden von Politikern auf dem Programm. “Wir haben das für zehn Jahre gemacht. Nun ist es an der Zeit, etwas anderes zu tun”, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg vor der Zeremonie dem TV-Sender ABC. Vor einem Jahr war am Ground Zero die Gedenkstätte für die Opfer von 9/11 eingeweiht worden. Das Mahnmal besteht aus zwei Granitbecken, die in die viereckigen Fundamente der zerstörten Zwillingstürme eingelassen sind und an deren Seitenwänden sich Wasserfälle ergießen.

Am 11. September 2001 hatten Extremisten des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center sowie ins Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im US-Staat Pennsylvania nahe Shanksville auf ein Feld.

“Wie viele Jahre auch vergehen, wie viele Male wir an diesen geheiligten Orten auch zusammenkommen werden, ihr müsst wissen: Ihr seid niemals alleine”, sagte Obama vor dem fünfeckigen Gebäude des Verteidigungsministeriums den Angehörigen. Die Opfer vom 11. September hätten die USA mit zu dem gemacht, was sie heute seien – “ein Amerika, das noch stärker geworden ist”. Zuvor hatten der Präsident und seine Frau Michelle im Garten des Weißen Hauses eine Schweigeminute abgehalten. Vizepräsident Joe Biden nahm unterdessen an einer Zeremonie in Shanksville teil.

Der Präsidentschaftswahlkampf ruhte am Jahrestag der Anschläge weitgehend. Obama und seine republikanischer Herausforderer Mitt Romney legten ihre Wahlwerbung im Fernsehen auf Eis. Romney sollte allerdings später am Tag vor Nationalgardisten in Reno im US-Staat Nevada reden. In einer Erklärung würdigte der Republikaner die Opfer von 9/11: “Amerika wird diejenigen, die verschieden sind, niemals vergessen.” Das Land werde sich immer um die Angehörigen der Opfern kümmern.

Kurz vor dem Jahrestag erhielten krebskranke Opfer der Anschläge die Nachricht, dass ihnen künftig auch eine Entschädigung zusteht. Die Regelung gelte für die Krebsarten, die auf die Folgen des Einsturzes des World Trade Centers in New York zurückgeführt werden könnten, erklärte der Verwalter des Entschädigungsfonds, John Howard. Aus dem 4,3-Milliarden-Dollar-Fonds werden die Behandlungskosten von Menschen mit Asthma, Depressionen oder Angstzuständen in Folge der Anschläge gezahlt, Krebserkrankungen fielen bislang nicht darunter. Die neue Regelung soll ab Mitte Oktober greifen.

(APA)

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