“Gallus 1” startet in den Winterbetrieb

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Der Saison-Notarzthubschrauber "Gallus 1" startet in die Wintersaison.
Der Saison-Notarzthubschrauber "Gallus 1" startet in die Wintersaison. - © Bergrettung/Philipp Schwegler
Zürs. Kommendes Wochenende startet am Arlberg die Wintersaison – und damit der Saison-Notarzthubschraubers “Gallus 1” seinen Betrieb.

Um die steigende Zahl von Einsätzen über die Wintermonate hinweg zu bewältigen, ist der Winterstützpunkt neben dem Ganzjahresstützpunkt Nenzing, der Einsatzzentrale des “Christophorus 8”, unentbehrlich für ein flächendeckendes Notarztsystem in Vorarlberg. Ab kommendem Wochenende geht es für den bedarfsorientierten Notarzthubschrauber “Gallus 1”  von seinem Stützpunkt bei Zürs wieder zu Rettungseinsätzen im alpinen Gelände.

Unterstütz wird die Bergrettung – das Land Vorarlberg hat die Organisation und den Betrieb der Flugrettung der Bergrettung übertragen – von Wucher Helicopter, die das Fluggerät EC 135 samt Piloten und den Stützpunkt in Zürs stellen. Die Bergrettung indes stellt Notärzte, Flugretter, das medizinische Equipment und übernimmt die Verrechnung der Gallus-1-Einsätze.

Die Notwendigkeit des Winterstützpunktes belegen allein die Einsatzzahlen des Vorjahres: Mehr als 360 mal flog der Notarzthubschrauber in der letzten Saison verletzte Wintersportler in umliegende Kliniken. Sport- und Freitzeitunfälle sind mit 80 Prozent dementsprechend die häufigste Einsatzursache für den Gallus 1. Neben Pisteneinsätzen wird er auch bei Lawineneinsätzen und zur Bergungen von in unwegsames Gelände geratenen Personen zu Hilfe gerufen.

Wer zahlt die Bergung?

Gerade in den Bergen können die Kosten einer Rettung schnell einmal mehrere tausend Euro ausmachen. Nur, wer bezahlt? In Paragraph 131, Absatz 4 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes heißt es dazu: “Die Bergungskosten und die Kosten der Beförderung bis ins Tal werden bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik nicht ersetzt”. Heißt: Wessen Versicherung Bergungskosten nicht deckt, kommt selbst für die entstandenen Kosten auf.

Der Bergrettungsdienst des Landes Vorarlbergs empfiehlt deshalb: “Ob Versicherung über die Bergrettung, ÖAMTC, Kreditkarte, Unfallversicherung oder Sportverein: Wichtig ist die Klausel mit den Bergungskosten, denn diese Kosten können sonst gar nicht oder nur teilweise gedeckt sein.” Der Rat der Retter: Sich vorab genau zu informieren, um sicherzugehen, welche Leistungen abgedeckt sind – “im Zweifelsfall fragen Sie ihren Versicherer”. Eine Möglichkeit ist eine Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung, bei der Such- und Bergungskosten für die ganze Familie ab 24 Euro jährlich abgedeckt sind. (red)

 

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