Akt.:

Für Staatsbanken wurden bereits über 3 Mrd. Euro verbrannt

Vom 15 Mrd.-Bankenpaket sind nur noch 3,3 Mrd. übrig. Vom 15 Mrd.-Bankenpaket sind nur noch 3,3 Mrd. übrig. - © EPA
Mehr als 5 Mrd. Euro an Hilfe haben die notverstaatlichten österreichischen Banken bereits erhalten, der Verlust aus den Bankenhilfspaketen liege derzeit bei gut 3,4 Mrd. Euro und könnte noch höher liegen, hat die Arbeiterkammer (AK) laut einem Bericht der Tageszeitung "Der Standard" errechnet.

 (31 Kommentare)

Korrektur melden

Die Entgelte für Haftungen und Dividenden sind in den Berechnungen schon berücksichtigt. Allein heuer mussten demnach mehr als 2 Mrd. Euro für die Bad Bank der Kommunalkredit (KA Finanz) und die Volksbanken AG (ÖVAG) locker gemacht werden. Die KA Finanz benötigte 1,2 Mrd. wegen des Schuldenschnitts in Griechenland, die ÖVAG-Rettung kostete den Bund 950 Mio. Euro.

Verlust kann sogar noch höher angesetzt werden

Den Verlust könnte man noch höher ansetzen, wenn man berücksichtige, dass Hypo Alpe Adria und Volksbanken das Partizipationskapital nicht bedienten, heißt es im Bericht weiter. Dann käme ein weitere halbe Milliarde Minus dazu, und der Verlust stiege auf 3,9 Mrd. Euro.

In der Rechnung sind Erträge schon berücksichtigt: Knapp 800 Mio. Euro brachte demnach die Bedienung des PS-Kapitals durch die größeren Banken ein, 1 Mrd. floss in Form von Haftungsentgelten an die Republik. Die Institute haben Anleihen im Volumen von 9,7 Mrd. Euro ausgegeben, für die es eine staatliche Garantie gibt. Über direkte Beteiligungen und Bürgschaften bei Problembanken ist der Bund mit 11,7 Mrd. Euro engagiert. Somit verbleiben wegen der gesetzlichen Begrenzung des 15 Mrd. Euro umfassenden Rahmens noch 3,3 Mrd. Euro, heißt es.

Finanzieller Lochfraß durch Lage in Krisenstaaten

Ob das reicht, stehe in den Sternen, denn bei der Kärntner Hypo könnte der Kapitalbedarf über den bisher von der Notenbank verlangten 1,5 Mrd. Euro liegen. Bei der KA Finanz könnte sich die Verschlechterung der Lage in den Eurokrisenstaaten, in denen sie hohe Bestände von Staatsanleihen und Kreditausfallversicherungen halte, erneut in Form höheren Geldbedarfs auswirken. Nicht ausgeschlossen habe der designierte ÖVAG-Chef Stephan Koren, dass das Spitzeninstitut der Volksbanken neuerlich zum Staat pilgern müsse.

(APA)

Werbung


Kommentare 31

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Verkauf der Hypo-Balkanbanken vorerst gescheitert
Der Verkauf der Hypo-Alpe-Adria-Balkanbanken an das Bieterkonsortium Advent/EBRD ist fürs Erste geplatzt. Bis gestern [...] mehr »
Panne im Verfahren gegen Grasser
In der Causa des Korruptionsverdachts gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser und andere bei der Buwog-Privatisierung [...] mehr »
Lenzing verschärft Sparkurs und streicht 250 Jobs
Beginnend mit Jänner 2015 wird der Faserhersteller Lenzing vor allem in Oberösterreich bis zu 250 weitere [...] mehr »
Die reichsten Schweizer - so viel Geld haben sie auf der hohen Kante liegen
Zürich. - Die 300 reichsten Bewohner der Schweiz haben heuer 20,8 Mrd. Euro dazugewonnen. Ihr Vermögen ist damit auf [...] mehr »
Wifo hält Rezession in Österreich für möglich
Österreich könnte in die Rezession schlittern - nämlich wenn die heimische Wirtschaft wie im 3. Quartal auch ein [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!