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Frontiers. Ein Computerspiel, das an die Grenzen Europas führt

Frontiers. Ein Computerspiel, das an die Grenzen Europas führt
Frontiers führt seine Spieler an die Grenzen Europas. Als Flüchtling oder Grenzwache können sie die Grenze und das Leben dahinter von beiden Seiten erleben. Bilder zum Spiel   Der Videobericht zum Spiel Video

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Das 3D-Online Computerspiel wird von der österreichischen Künstlergruppe gold extra produziert. Die ersten beiden Levels des Spiels - Sahara und Ceuta – erscheinen am 29. Oktober zum freien Download.

Frontiers lässt die dramatische Situation an den Grenzen anhand der Stationen zweier Fluchtrouten nach Europa durchleben. In der Rolle des Flüchtlings oder Grenzsoldaten gelangen die Spieler in die Sahara, an das algerische Hoggar-Gebirge, an den Zaun in Ceuta und an einen spanischen Strand oder in den Norden des Irak, die Bergen der Türkei oder in die Wälder zwischen der Ukraine und der Slowakei. Die ersten beiden Grenzregionen, die in Frontiers porträtiert werden, sind die algerische Sahara und die marokkanisch-spanische Grenze bei Ceuta. Der Produktion an dem Spiel ging eine intensive Recherchephase zu Hintergründen von Migration und der Situation von Flüchtlingen an den europäischen Grenzen vor allem in Spanien und der Ukraine voraus. Das Team von Frontiers besuchte die spanische Exklave Ceuta, andalusische Städte und die ukrainisch-slowakische Grenzregion um Uschgorod. Zahlreiche Gespräche mit Flüchtlingen, Anrainern der jeweiligen Gegenden, mit Hilfsorganisationen, staatlichen Vertretern oder anderen Medieninitivativen bilden den Hintergrund zum Spiel. Reale Fakten, Orte, Schicksale werden in die Spielrealität übersetzt. Ein hoch brisantes politisches Thema wird so zur Grundlage für das relativ junge Genre des Computerspiels.

„Wir haben bewusst das Medium Computerspiel verwendet, um eine Zielgruppe zu erreichen, die sich sonst wenig mit Politik beschäftigt. Ein Computerspiel ermöglicht es wie kein anderes Medium in eine Situation einzutauchen und diese aktiv zu gestalten“, meint Karl Zechenter, einer der Produzenten des Spiels. Gemeinsam mit den gold extra Mitgliedern Sonja Prlić, Tobias Hammerle und Georg Hobmeier und dem australischen Medienkünstler Adam Donovan arbeitet er seit eineinhalb Jahren zusammen mit zahlreichen Partnern aus ganz Europa, aus Österreich, Portugal, Spanien, Deutschland, den Niederlanden und der Ukraine an der Realisierung dieses Projekts.

„Uns ist es wichtig, einen Dialog zum Thema Flucht zu öffnen“, so Prlić. Wir treffen in den Medien auf dieses Thema zumeist nur in Form von Katastrophenmeldungen von ertrunkenen Flüchtlingen vor den Kanarischen Inseln oder Angstmache vor einer Invasion. Frontiers will an konkrete Grenzorte führen und für die Vielschichtigkeit des Themas sensibilisieren. Die beiden ersten Levels von Frontiers können ab. Oktober 08 als Beta-Version über die Website www.frontiers-game.com heruntergeladen werden. Die Website bietet außerdem eine Videodokumentation zur Lage von Flüchtlingen in Ceuta, sowie Hintergründe zum Spiel, Informationen zur Programmierung und Gamedesign. Weitere Levels werden im Laufe des Winters und Frühjahrs 08/09 veröffentlicht.

gold extra ist eine in Salzburg beheimatete KünstlerInnengruppe, die seit 1998 an den Schnittstellen von Theater, Bildender Kunst, Neuen Medien und Musik arbeitet. Ihre Arbeiten erhielten zahlreiche Preise, zuletzt wurden sie vom österreichischen Bundesministerium für innovative Kulturarbeit ausgezeichnet.

www.frontiers-game.com

www.goldextra.com

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