28. März 2012 06:36; Akt.: 2.04.2012 13:50

“Freundschaftsanfrage von Gott”

Peter Ionian von der Jungen Katholischen Kirche vor dem "faithbook". Peter Ionian von der Jungen Katholischen Kirche vor dem "faithbook". - © Miro
von Mathias Bertsch - Dornbirn – Bei der 37. Frühjahrsmesse in Dornbirn präsentiert die Junge Kirche Vorarlberg eine etwas andere Alternative zu Facebook – das „faithbook“. Kommunikationsexperte Pete Ionian erklärt, was dahinter steckt und wie die Kirche neue „Freunde“ in der FB-Generation gewinnt.

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Ab morgen findet man in der Jungen Halle der Messe (Halle 7) auch einen Stand der Katholischen Jugend und Jungschar. Das diesjährige Konzept der jung orientierten Glaubensgemeinschaft heißt „faithbook“ und lädt Jugendliche dazu ein, Gott auf der faithbook-Pinnwand eine Nachricht zu posten, wie Pete Ionian erklärt. Nach dem Motto: „Schreib, was du Gott schon immer mal sagen wolltest!“ Wer Gott eine Nachricht auf seiner/ihrer Profilseite gepostet hat, bekommt auch prompt eine Freundschaftsanfrage.

„Sehnsucht nach Gott“

„Aus der Lebenswelt von Jugendlichen sind Soziale Netzwerke und Smartphone-Applikationen nicht mehr wegzudenken. Wir versuchen einerseits wahrzunehmen wie die Jugend tickt und andererseits mit unseren Angeboten auf die Wünsche und Vorstellungen der jungen Menschen einzugehen“, schildert Öffentlichkeitsarbeiter Peter Ionian. „Dabei wollen wir niemanden ausschließen“, ergänzt er. „Gott, Allah und Jahwe – alle Namen findet man auf der analogen und fiktiven Profilseite von Gott. Die drei sind exemplarisch.“ Damit will die Katholische Jugend und Jungschar Vorarlberg ausdrücken, dass es dabei nicht darum geht, den einen wahren Gott zu vermarkten.

Sehnsucht zur transzendenten Schöpferidee

Pete unterstreicht: „Jugendwertestudien belegen, dass bei den Jugendlichen trotz der Skepsis gegenüber dem institutionalisierten Glauben eine starke Sehnsucht und großes Interesse an einer Beziehung zur transzendenten Schöpferidee vorherrscht. Deshalb wird hier der ,direkte Kontakt‘ zu Gott angeboten.“ Pete wurde selbst „in katholischer Tradition“ aufgezogen. Seine Glaubensbekenntnis ist auf seiner Facebook-Seite nicht ersichtlich, bestätigt der 32-Jährige: „Ich definiere mich wesentlich darüber, was ich mache. Deshalb will ich – ähnlich wie das ,faithbook‘ – keinen ausschließen. Auch keine andere Glaubens-Sprachen als Zugang zu Gott.“ Derzeit befindet sich die digitale Umsetzung des faithbooks im Planungsstadium: „Auf der Facebook-Seite der Jungen Katholischen Kirche wird dem auf jeden Fall Tribut gezollt. Wenn die Nachfrage entsprechend hoch ist, kann auch ein Community-Projekt daraus entstehen.“ Ob auf Facebook Platz ist für Gott? Pete glaubt: „Ja! Gott hat in Menschen Platz und das soziale Netzwerk schafft Raum, sich und auch seinen Glauben zu präsentieren.“ Dass (ein) Gott auf Facebook schon eine Seite hat, überrascht Pete. Er kann aber darüber lachen. Ein Eintrag: „Gottes Bonität



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