Freudige Zwischenbilanz bei ImPulsTanz-Festival in Wien

Auch wenn am Sonntag nach vier Wochen Schluss ist, bleibt das Wiener ImPulsTanz-Festival am Gas, stehen doch noch zahlreiche Programmpunkte der heurigen Ausgabe an. Dann wird man 146 Vorstellungen von 66 Produktionen und 45.500 Workshopeinheiten hinter sich gebracht haben – und das bei einer Auslastung von über 96 Prozent, freute sich Intendant Karl Regensburger am Donnerstag in seiner Bilanz.

Das bedeutet einen leichten Rückgang bei der Auslastung von 2 Prozentpunkten, hatte man im Vorjahr doch 98,1 Prozent Auslastung erreicht. Die zahlenden Besucher blieben mit rund 80.000 konstant, denen sich weitere 47.500 bei freiem Eintritt hinzugesellten. Das Gesamtbudget von 5,5 Millionen Euro blieb gleich und setzte sich aus 2,15 Mio. Euro von der Stadt, 550.000 Euro vom Bundeskanzleramt, 600.000 von der EU, 700.000 durch die Einnahmen im Bereich Sponsoring und Kooperationen sowie 1,5 Mio. Euro Kassenerlösen zusammen. “Aber wir brauchen dringendst Gespräche im Herbst, um über 2018 in einer vernünftigen Weise nachdenken zu können”, zeigte sich Regensburger bereits wieder der Zukunft zugewandt.

Zuerst muss jedoch die heurige Ausgabe in die Zielgerade einbiegen, und am Weg dorthin gibt es noch einige programmierte Höhepunkte, darunter die “Giselle”-Adaption von Dada Masilo, Doris Uhlichs Secession-Bespielung oder Takao Kawaguchis Kazuo-Ohno-Hommage bei seinem ImPulsTanz-Debüt. “Wir kannibalisieren uns bei diesem Festival auf die wunderbarste Weise – man weiß gar nicht, wohin man zuerst gehen soll”, so Regensburger.

Und schließlich steht am Sonntag noch die mittlerweile zum siebenten Mal stattfindende Vergabe des Prix Jardin d’Europe an den choreografischen Nachwuchs an, der sich heuer erneut in der Reihe 8:tension präsentiert hat. Die Zeremonie im Kasino am Schwarzenbergplatz wird von Florentina Holzinger und Dirk Stermann moderiert. Dabei gibt es nicht nur 10.000 Euro Preisgeld und eine zweiwöchige ImPulsTanz-Residenz 2018, sondern auch die Preisskulptur, die heuer von ImPulsTanz-Stammgast Ivo Dimchev gestaltet wurde. Überreicht wird am Abend auch der FM4 Fan Award, für den die Abstimmung noch bis zum Samstag um 23.59 Uhr läuft.

Allerdings setzte sich das Festivalgeschehen nicht nur aus den Neustartern zusammen, sondern bot den bewährten Mix mit den großen internationalen Namen, wobei hier wieder die belgische Szene mit Stammgästen wie Jan Fabre, Anne Teresa de Keersmaeker oder Wim Vandekeybus stark vertreten war. Beglückt von der Kooperation mit dem Festival zeigten sich bei der Präsentation am Donnerstag auch die beiden Museumsdirektoren Hans-Peter Wipplinger (Leopold Museum) und Karola Kraus (mumok). Während im Leopold Museum im zweiten Jahre der Zusammenarbeit acht Performances und die noch laufende Jan-Fabre-Ausstellung stattfanden, ist man im mumok bereits im vierten Jahr der Kooperation. Und in beiden Fällen setzen die Häuser auf eine Fortsetzung der Vorhaben bei der Ausgabe 2018.

(APA)

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