Frequency 2017: Prächtige Stimmung am Finaltag

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Das Frequency-Festival 2017 geht heute Nacht zu Ende.
Das Frequency-Festival 2017 geht heute Nacht zu Ende. - © APA/Herbert P. Oczeret
Trotz der Hitze und bereits zweier durchgefeierter Tage und Nächte sind auch am letzten Tag des Frequency-Festivals 2017 zahlreiche Fans auf das Gelände gepilgert.

Festivals haben eigenen Gesetze: Trotz brütender Hitze und bereits zwei durchgefeierter Tage und Nächte sind am frühen Donnerstagnachmittag beachtlich viele Besucher des Frequency zur Hauptbühne geströmt, um zu Beats von Alan Walker alias DJ Walkzz zu tanzen. Der Kraftklub, am Abend auf dem Programm, genoss unterdessen die Atmosphäre, während Rapfans der Show von Wiz Khalifa entgegenfieberten.

“Mit anderen Bands zu quatschen, aus dem Backstagebereich Bier rausschmuggeln und andere Acts anschauen, für die wir früher kein Geld hatten. Besser geht’s gar nicht”, lachte Felix Brummer. Der Kraftklub-Sänger war vor dem APA-Interview mit seinem Bruder Till über das Gelände spaziert. “Wir kommen gerade vom Zeltplatz, haben unsere Füße in den Fluss gehalten. Später spielen wir, und anschließend wird gefeiert. Früher haben wir uns als Festivalbesucher vom Zeltplatz aus gefragt, was das für ein Gefühl sein muss, auf einer Bühne zu stehen. Jahre später erleben wir das nun. Großartig.”

Krafklub am Frequency: “Wir haben was Besonderes am Start”

Die Band aus Chemnitz war mit dem neuen Album “Keine Nacht für Niemand” im Gepäck nach St. Pölten zum Frequency gekommen. Aber nicht nur frisches Material und alte Hits erwartete die Fans: “Wir haben tatsächlich was Besonderes am Start”, versprachen die Brüder. Und sie machten kein Geheimnis daraus: “Mit uns werden etwa 40 Tänzer auf der Bühne stehen.”

Zunächst hatte man das für eine nicht finanzierbare Idee gehalten, aber dann die Lösung: “Das sind Fans! Wir haben mit einer Choreografin zu jedem Song Tanzschritte überlegt – und die Fans auf der Bühne tanzen das jetzt. Das ist voll abgefahren”, erzählte Felix. “In Deutschland sind es sogar 70 Tänzer”, ergänzte Bassist Till mit einem breiten Grinsen. “Für Veranstalter muss das der schlimmste Albtraum sein, weil wir 70 Backstagepässe und 70 Handtücher und 70 Essen mehr brauchen!”

Die Brüder und ihre Mitstreiter vom Kraftklub haben jedenfalls keine Probleme, bei einem Festival mit 140.000 Besuchern – so die Zahl von Veranstalter Harry Jenner zur diesjährigen Ausgabe – aufzutreten. “Wir waren ja bereits auf den großen Bühnen, auf denen wir jetzt spielen, aber vor dem Vorhang – als Vorgruppe”, betonte Felix. “Da konnte man sich heranarbeiten und Erfahrung machen. Ich fand das am Anfang unserer Karriere ziemlich albern, wenn Frontmänner das Publikum zu irgendwas animiert haben. Aber mittlerweile weiß ich, wie geil das ist, wenn alle nuts gehen auf Kommando.”

Frequency-Finale: Auch das Abendprogramm hat es in sich

Durchdrehen war auch bei Alan Walker angesagt, der eigene mit fremden Hits gekonnt verknüpfte und sogar Gigi D’Agostino und White Stripes im Set fließend unterbrachte. Zum Feiern blieb dem jungen Norweger mit dem Tuch vor dem Gesicht (zumindest auf der Bühne) keine Zeit: Nach dem Gig in Niederösterreich musste er in die Heimat zurückfliegen, um am Abend noch einmal aufzulegen. Ihm folgte Samy Deluxe und damit deutscher Rap – die Hände blieben oben. Der Hit “Weck mich auf” fehlte nicht, die Party war am Laufen.

Zum Abschluss eines guten Festivals standen noch spannende Duelle um die Zuschauergunst an: So hieß es in den Abendstunden Mumford & Sons (Space Stage) gegen Wanda (Green Stage) und Rise Against (Green Stage) gegen Wiz Khalifa (Space Stage). Letzterer stand vor seiner Österreichpremiere und brachte am Freitag die neue Single “Something New” von einem noch heuer erscheinenden Album heraus. Die gestern “übergegangene” Weekender-Stage mutierte heute zur LOL-Stage mit Tagespresse und Maschek.

(APA, Red.)

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